Jetzt ist also offiziell, worüber die vergangene Woche bereits laut spekuliert wurde, steht nun fest. Mark Webber fährt nächstes Jahr im Team von Red Bull. Damit ist nach der bereits erfolgten Bestätigung von David Coulthard für 2007 das Fahrerteam von Red Bull Racing komplett. Christian Klien wird sich nach anderen Fahrmöglichkeiten in der Formel 1 oder auch außerhalb davon umsehen müssen.

"Wenn wir auf Mark sehen, dann haben wir ihn wegen einer Anzahl von klaren Gründen genommen", sagte Teamchef Christian Horner. "Erstens hat er ohne Zweifel Speed und Können, zweitens scheint er die Entschlossenheit und Motivation zu haben, die es braucht, um erfolgreich zu sein." Für Horner war Webber der richtige Kandidat, um im nächsten Jahr eine neue Phase des Projekts Red Bull Racing einzuleiten.

Aber auch für Christian Klien hatte Horner ein paar versöhnliche Worte übrig: "Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Christian Klien zu danken, für all seinen Einsatz für das Team in den vergangenen zwei Jahren. Er wird bis Ende 2006 ein Fahrer von Red Bull Racing bleiben und wir werden ihm während dieser Zeit weiterhin jede Unterstützung zukommen lassen."

Mark Webber war klarerweise sehr erfreut, nun ein roter Bulle zu sein. "Es ist fantastisch, bei Red Bull Racing zu sein. Es ist eine Mannschaft, die hungrig nach langfristigem Erfolg ist, sie hat sehr talentiertes Personal und es scheint einen wirklichen Sinn für Teamgeist und Gemeinschaft zu geben", sagte der Australier.

Wohin es Christian Klien nach dem Aus bei Red Bull ziehen wird, ist noch nicht klar. Es wurde bereits spekuliert, dass er nach Amerika in die Champ Car Serie wechseln könnte. Ein Job als Testfahrer käme natürlich auch in Frage. Immerhin hat sein Landsmann Alex Wurz gezeigt, dass man damit auch wieder seinen Weg zu den Stammfahrern zurückfinden kann. Der neueste Trend in der Formel 1 ist allerdings die NASCAR-Serie. Ein Wechsel von Klien dorthin scheint allerdings unwahrscheinlich. Ein Statement war von ihm bislang noch nicht zu bekommen.