Keine 600 Kilometer absolvierte das Super Aguri Team vor Saisonbeginn mit seinem SA05. Nicht viel besser vorbereitet reisten die Japaner nun mit ihrem neuen SA06 nach Hockenheim. An nur zwei Shakedown-Tagen testete die Truppe von Aguri Suzuki ihr neues Auto. Entsprechend war auch der heutige Freitag eine Art "Shakedown", an dem sie noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten.
"Aber ich bin mit unserer Performance zufrieden", sagte Suzuki. "Jetzt kann unsere Saison richtig beginnen." Das sehen auch die Fahrer so: "Der SA06 ist ein echter Fortschritt", betonte Sakon Yamamoto. "Das Auto verhält sich gut und zeigt eine gute Leistung", fügte Takuma Sato hinzu. "Ich bin mit dem Tag sehr zufrieden."
Aber was bringt der neue Wagen? Zehn Prozent mehr Downforce, eine bessere Gewichtsverteilung (darunter 20 Kilo mehr Ballast) sowie ein neues Honda-Getriebe. Außerdem kommt der SA06 statt eines Twin-Kiel mit einem modernen Zero-Kiel daher. Aber das ist noch lange nicht alles: Für den Türkei GP plant das Team die Einführung einer neuen Vorderradaufhängung.
"Neben einer Verbesserung bei der Reifennutzung, fanden wir auch heraus, dass wir damit aerodynamische Vorteile erzielen können", begründet Technikchef Mark Preston den verspäteten Einsatz der neuen Aufhängung. In Istanbul soll auch das dritte Auto für Testfahrer Franck Montagny einsatzbereit sein. In Hockenheim verzichteten die Japaner auf einen Freitagsfahrer, obwohl sie einen SA05 als Backup-Lösung und Ersatzauto im Gepäck haben.
Mit zehn Wochen Windkanalarbeit steckt ungefähr doppelt so viel Windkanalzeit im neuen Auto wie im SA05. Die große Frage ist nun natürlich: Wie drückt sich das auf der Stoppuhr aus? Im 2. Freien Training konnte Takuma Sato trotz einiger Probleme den Rückstand auf den schlechtesten Midland von einer Sekunde beim Qualifying in Magny Cours auf nur noch gute vier Zehntel verringern.
"Wir könnten jetzt alle möglichen Simulationen anführen und Zeitgewinne von einer halben Sekunde bis hin zu fünf Sekunden nennen", sagt Preston, "aber es werden sicherlich keine fünf Sekunden sein!" Das größte Problem des Teams ist es, dass auch alle anderen in ihrer Entwicklung nicht stehen bleiben und mit Vollgas Verbesserungen bringen. Letztlich ließ er sich doch noch zu einer Vorhersage hinreißen: "Unser Ziel ist es mit Midland zu kämpfen und den 10. Platz in der Team-WM zu erreichen."



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