Vor zwei Wochen lief die Deadline von FIA-Präsident Max Mosley ab: Bis 16:00 Uhr am Rennsonntag sollten sich die Automobilhersteller und die Teams auf ein Motorenreglement einigen. Geschehen ist nichts - außer, dass Renault noch während des Rennens Press Releases verschickte, in denen sie sich von den vorherigen Aussagen der GPMA distanzierten. Am Montag lief dann die nächste Frist ab: Ferrari-Teamchef Jean Todt hatte am Sonntagabend angekündigt: Wenn es nicht innerhalb von 24 Stunden zu einer Einigung komme, dann ziehe Ferrari seine Zustimmung zum Indianapolis Agreement zurück. Geschehen ist nichts.
FIA-Präsident Max Mosley hatte noch am Samstag betont: "Wenn es nicht bis zum Ende der Deadline zu einer Einigung kommt, dann ist es vorbei." Sollte heißen: Dann würde gemacht, was er will - nicht wenige behaupten, genau das war von vorneherein sein Ziel. Geschehen ist natürlich nichts. Am letzten Wochenende fügte Mosley aber hinzu: "Ich glaube, dass es zu einer Entscheidung kommt, ob das dann auch eine Einigung ist, muss man dann noch sehen." Die Deadlines liefen und laufen derweil auch nach ihrem Verfallsdatum munter weiter - sie wissen schon: Geschehen ist bislang nichts...
Norbert Haug ist von dieser Situation wenig begeistert und war geradezu "enttäuscht", dass es in Magny Cours nicht zu einer Einigung gekommen ist. Mosley wusste warum: "Das ist auch verständlich, die Leute verteidigen immer ihre eigenen Interessen. Der, der einen Vorteil hat, will ihn behalten, wer einen Nachteil hat, will ihn loswerden. Am Ende müssen wir versuchen, das zu tun, was für alle fair ist und wenn man das tut, gibt es immer einen, der unzufrieden ist." An diesem Wochenende wird weiter verhandelt - die große Frage ist: Wird am Ende überhaupt irgendjemand mit dem Ergebnis zufrieden sein? Oder heißt es auch dann nur: Geschehen ist nichts.



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