Zu Saisonbeginn gerieten die Front- und Heckflügel einiger Teams in Verdacht nicht ganz regelkonform zu sein, darunter auch die Flügel von BMW Sauber. Neben den Hinwilern musste eine Hand voll weiterer Teams ihre Aerodynamik überarbeiten.

Seit dem Silverstone GP stand BMW Sauber erneut mit seinem Heckflügel im Mittelpunkt der Diskussionen, vor allem bei Honda stieß die angeblich flexible Lösung der Bayern auf wenig Gegenliebe. Nach schier endlosen Diskussionen bat die FIA nun darum, dass BMW Sauber den Heckflügel verändern sollte, was für Magny Cours auch geschah.

Aber nicht nur bei den Heckflügeln und deren Flexibilität gehen die Weiß-Blauen bis ans letzte aerodynamische Limit: Bei den letzten Tests rückte der F1.06 nicht nur mit seitlichen Horn-Wings an der Airbox aus, sondern auch mit senkrechten Hörnern auf der Fahrzeugnase. Damit machte BMW deutlich, dass man trotz der Diskussionen um den Heckflügel nicht gewillt ist, an der Aerodynamikfront weniger aggressiv zu Werke zu gehen.

Im Gegenteil: BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen kündigte an, dass man das Reglement weiter ausreizen werde. "Es macht mir wirklich Spaß, dass unsere Konkurrenten nun wissen, dass wir da sind", sagte er. "Alles was wir machen, liegt im Rahmen der Regeln." Sollte die FIA aber, wie im Falle des Heckflügels, glauben, dass etwas "nicht im Sinne der Regeln" sei, dann werde man das akzeptieren - wie im Heckflügel-Fall geschehen.

"Gleichzeitig werden wir aber auf anderen Gebieten weiterentwickeln", kündigte er an. "In der F1 geht es darum das Potenzial und das Regelwerk auszunutzen." Theissen ist sicher, dass man auf diese Weise einige Fortschritte erzielen wird.

Zeigen soll sich dies bei jedem Rennen: "Wir sind auf einem stetigen Weg nach vorne. Es wird das gesamte Jahr über kontinuierliche Verbesserungen geben." Bei jedem Rennen plane man neue Teile einzuführen - gerade auf Seiten der Aerodynamik.