Nach Juan Pablo Montoyas Bekanntgabe, dass er kommendes Jahr in die NASCAR wechseln wird und der Entscheidung des Teams, ihn schon ab diesem Wochenende durch Pedro de la Rosa zu ersetzen, hofft der Spanier nun, dass er auch die restlichen sieben Saisonrennen für McLaren bestreiten kann. In Magny-Cours wird de la Rosa bereits zum zweiten Mal den Sitz des Kolumbianers übernehmen, nachdem er bereits vergangene Saison in Bahrain für den damals verletzten Montoya eingesprungen war.

In Bahrain hatte de la Rosa das Rennen als Fünfter beendet und setzt jetzt alles daran, dem Team seine fahrerischen Qualitäten zu beweisen. Immerhin hat man in Woking noch keine Entscheidung getroffen, wer kommende Saison das zweite Cockpit neben Fernando Alonso besetzen wird - und eine Garantie, diese Saison zu Ende fahren zu können, hat der Spanier auch nicht.

"Alles, was ich sagen kann ist, dass man mir gesagt hat, dass ich die nächsten paar Rennen fahren werde und das ist alles," sagte de la Rosa gegenüber Autosport. "Es ist nicht meine Entscheidung aber, ehrlich gesagt, möchte ich schon die ganze Saison fahren. Ich denke, dass da noch keine Entscheidung getroffen ist und ich werde sie auch nicht treffen." Er könne jetzt nur eine Woche nach der anderen nehmen und die Gelegenheit so gut es geht nutzen und dann weitersehen.

"Ich glaube nicht, dass es meine letzte Chance ist. Es sah in Bahrain aus wie meine letzte Chance und sie war es nicht," so de la Rosa weiter. "Ich bin hier, ich will Spaß haben, mit dem Auto ans Limit gehen, schnell sein, das Rennen beenden und ein paar Punkte bekommen." Die Entscheidung Montoyas, der er seinen Renneinsatz zu verdanken hat, habe ihn aber sehr überrascht, gibt de la Rosa zu. Den ersten Hinweis, dass sich etwas ändern würde, habe er am Montag bekommen, sagte er in einer Pressekonferenz in Magny-Cours. "Ich war überrascht und am Dienstag früh war ich ganz normal auf dem Weg zum Team und habe um halb zehn den Anruf bekommen, das ich hier fahren würde."

Auf die Frage, wie gut er denn auf einen Renneinsatz vorbereitet sei, antwortete der 35-jährige: "So gut, wie man als Testfahrer eben vorbereitet sein kann. Natürlich wäre ich auch gerne die ersten zehn Rennen gefahren, aber soweit ein Testfahrer vorbereitet sein kann, bin ich vorbereitet." Er kenne schließlich das Auto und auch die Strecke und habe erst vergangene Woche in Magny-Cours getestet. "Ich fühle mich gut, ich bin recht zuversichtlich."