Das Benzinverheizen hat ein Ende. Nachdem die von der Formel-1-Kommission vorgeschlagenen Regeländerungen durch den World Council per Fax bestätigt wurden, wird der dritte Teil des Qualifying in Magny Cours nicht mehr 20, sondern 15 Minuten dauern. Damit soll das recht unattraktive Benzinverbrennen zu Beginn der dritten Session ein Ende haben. Damit das gesamte Qualifying allerdings nach wie vor eine Stunde lang ist, wurden die Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten einfach verlängert.
Zudem ist im Qualifying neu, dass Fahrer, die am Ende der jeweiligen Session eine Runde begonnen haben, diese auch beenden dürfen. Bislang galt eine Runde nur dann als gewertet wenn sie auch innerhalb der Sessionzeit beendet wurde. Einigen Teams mit schlechtem Timing hatte die bisherige Regelung schon etliche Startplätze gekostet.
Ebenfalls geändert wurde die Handhabung von Durchfahrts- und Stop-and-Go-Strafen. Diese dürfen nun nicht mehr angetreten werden, solange ein Safety-Car auf der Strecke ist, da sonst der beabsichtigte Zeitverlust, den die Strafe ja bewirken soll, nicht gegeben wäre. Sollte während einer Safety-Car-Phase eine Strafe ausgesprochen werden, werden in Zukunft einfach alle Runden, die das Sicherheitsfahrzeug auf der Strecke ist, zu den drei Runden für das antreten der Strafe hinzu gerechnet.
Ab 2007 werden dann die Freitagsfahrer Geschichte sein. Nachdem in den vergangenen Saisons alle Teams, abgesehen von den besten vier des Vorjahres, am Freitag mit ihren Ersatzfahrern unterwegs waren, um die Motoren zu schonen, wird das nächstes Jahr nicht mehr der Fall sein. Das ist vor allem ein Zugeständnis an die Zuseher, die bereits am Freitag die Stars sehen wollen.

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