Das war heute richtig schade: Beide Autos hatten Chancen auf Punkte, schieden aber vorzeitig aus.

Willy Rampf: Ja, das war sicher schade. Nick hatte einen sehr guten Start und machte einige Plätze gut. Aber der Startunfall machte alles zunichte. Jacques lag mit einem sehr guten Auto in aussichtsreicher Position. Er sagte auch, dass er locker noch schneller hätte fahren können, da er von Alonso aufgehalten wurde. Wir waren also gut unterwegs.

Weswegen ist Jacques dann ausgefallen?

Willy Rampf: Ein Motorschaden - wir werden ihn in München untersuchen.

Wie haben Sie den vierfachen Salto von Nick in der Box aufgenommen?

Willy Rampf: Ich bin erschrocken. Gott sei Dank ist ihm nichts passiert. Wir analysieren gerade, was am Chassis alles defekt ist und wie groß der Schaden ist. Danach wird sich herausstellen, ob man es reparieren kann oder nicht. Dieser Unfall hat wieder einmal demonstriert, dass der Fahrer selbst bei solchen Überschlägen, dank der hohen Sicherheitsstandards, unverletzt aussteigen kann.

Was nehmen Sie aus Nordamerika mit nach Europa?

Willy Rampf: Zuversicht für das nächste Rennen. Wir waren in Silverstone gut und konnten auch bei den letzten zwei Rennen eine gute Performance zeigen. Die letzten drei Rennen verlangten nach unterschiedlichen Aero-Paketen - in Silverstone High-Downforce und in Montreal und Indy Medium-Downforce. Wir hatten für beide Aero-Konfigurationen eine gute Fahrzeugperformance. In dieser Richtung sollte es in Magny Cours und Hockenheim weiter gehen.

Das galt also nicht nur für Hochgeschwindigkeitsstrecken?

Willy Rampf: Nein, wir sind mit unserer Fahrzeugentwicklung auf dem richtigen Weg.

Ist der vierte Platz in der Konstrukteurswertung machbar?

Willy Rampf: Das ist immer Spekulation. Wir sind derzeit Fünfter und der Abstand nach vorne ist schon relativ groß. Momentan wäre das alles Spekulation.