Formel 1

Portugal gewinnt, Schumacher holt Pole

Verlängerung und Elfmetershießen bei der Fußball-WM oder Qualifying in Indianapolis. Irgendwie war beides spannend.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - 3:1 gewann Portugal im Elfmeterschießen gegen England. Die meisten Fahrer bekamen in Indianapolis davon aber nichts mit, da sie zur gleichen Zeit um eine möglichst gute Startposition für den Großen Preis der USA fuhren.

Dabei holte am Ende Michael Schumacher mit großem Abstand die Pole Position vor seinem Teamkollegen Felipe Massa. Fernando Alonso wurde Fünfter. Da es schwierig war, Fußball und Formel 1 gleichzeitig zu verfolgen, hier ein Überblick über beide Ereignisse.

Session 1: Rosberg ist draußen, Klien eliminiert Coulthard

Während in der Arena auf Schalke England und Portugal in die Verlängerung gingen machten sich die Formel 1 Piloten in Indianapolis an das Qualifying. Nur nicht rausfliegen war dabei wieder einmal die Devise in den ersten 15 Minuten.

Dabei ging es zunächst einmal ruhig los. Das lag nicht nur daran, dass die Tribünen recht leer waren, sondern auch daran, dass sich vor allem die Spitzenteams etwas zierten.

Der erste, der für Aufsehen sorgte war Jarno Trulli, der sich die Aufhängung beschädigt hatte als er über einen Abweiser fuhr und eine Staubwolke hinter sich herzog. Daraufhin musste er das Qualifying beenden. Bald darauf wagten sich dann aber auch die Favoriten auf den Kurs, um einer vorzeitigen Elimination zu entgehen. So hatte zunächst Juan Pablo Montoya die Bestzeit inne, dann Michael Schumacher und kurz darauf Felipe Massa.

Das Hauptaugenmerk lag aber auf dem Ende der Zeitentabelle. Dort erwischte es David Coulthard, Takuma Sato, Nico Rosberg, Jarno Trulli, Vitantonio Liuzzi und Franck Montagny. Die beiden Midlands von Tiago Monteiro und Christijan Albers hatten sich überraschenderweise in die nächste Runde gerettet. Das war auch Christian Klien in letzter Sekunde noch gelungen, womit er seinen Teamkollegen Coulthard aus dem Qualifying schoss.

Session 2: Montoya und die Bullen sind raus

Zehn Minuten waren in der Nachspielzeit auf Schalke noch zu spielen und zehn Fahrer sollten nach den zweiten 15 Minuten in Indianapolis noch im Kampf um die besten Startplätze verbleiben. Wie gewohnt warteten die schnelleren Teams wieder ab bevor sie sich auf den Kurs wagten. Bis dahin hatte sich Nick Heidfeld einmal an die Spitze gesetzt.

Schließlich war es dann Michael Schumacher, der eine klare Bestzeit in das Viertel-Oval brannte. Fernando Alonso ließ sich seinerseits sehr lange Zeit bis er einen echten Angriff auf eine schnelle Rundenzeit machte. Zwei Minuten vor Schluss lag der Spanier noch auf Rang 12.

Im letzten Moment arbeitete sich Alonso dann aber noch auf den achten Platz vor. Währenddessen matchten sich die McLaren um den zehnten Platz. Dabei behielt Kimi Räikkönen die Oberhand und Juan Pablo Montoya musste sich als Elfter verabschieden. Hinter dem Kolumbianer erwischte es noch Mark Webber, Scott Speed, Christijan Albers, Tiago Monteiro und Christian Klien.

Session 3: Rot gewinnt

Es begann das Elfmeterschießen auf Schalke. Auch in Indianapolis war es an der Zeit, einen Sieger zu ermitteln. Frisch aufgetankt machten sich die Boliden auf die Strecke und begannen einmal damit, Sprit zu verbrauchen.

15 Minuten waren noch zu fahren, da war in Gelsenkirchen die Entscheidung zu Gunsten Portugals gefallen. In den USA ließ sie noch etwas auf sich warten. Es wurden weiter eifrig Runden gedreht und zwischendurch die Reifen gewechselt. Nicht daran beteiligt war Nick Heidfeld, der seinen Wagen mit einem Problem am Streckenrand abstellen musste und damit den zehnten Platz belegte. Sollte er den Motor wechseln müssen, dann würde das eine Strafversetzung um zehn Plätze nach hinten bedeuten.

Schließlich ging es dann in die heiße Phase. Michael Schumacher hatte sich einen komfortablen Vorsprung herausgearbeitet, aber die Konkurrenz drehte nach wie vor ihre Runden. Doch es gab kein Vorbeikommen am siebenfachen Weltmeister, der sich damit die Pole Position sicherte. Hinter dem Deutschen sorgte Felipe Massa für eine Ferrari-Doppel-Pole. Fernando Alonso musste sich mit dem fünften Platz begnügen. Vor ihm lagen neben den Ferrari noch Giancarlo Fisichella und Rubens Barrichello.

Die Startaufstellung

Hinter einer roten ersten Startreihe mit Michael Schumacher auf eins und Felipe Massa auf zwei, gehen GIancarlo Fisichella und Rubens Barrichello ins Rennen. Reihe drei teilen sich Fernando Alonso und Jaques Villeneuve. Jenson Button kam am Tag der Niederlage seiner englischen Fußballmannschaft auf den siebenten Platz. Neben ihm startet Ralf Schumacher. Reihe fünf besteht aus Kimi Räikkönen und Nick Heidfeld.

Die sechste Startreihe bilden Juan Pablo Montoya und Mark Webber. Dahinter gehen Scott Speed, Christijan Albers, Tiago Monteiro und Christian Klien in das Rennen. Von Platz 17 wird David Coulthard starten, der sich mit Takuma Sato die neunte Reihe teilt. Die letzten beiden Startreihen besetzen Nico Rosberg und Jarno Trulli, sowie Vitantonio Liuzzi und Franck Montagny.


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