Die Erfolgskurve von Honda scheint nach den letzten beiden punktelosen Rennen immer weiter nach unten zu zeigen und der erste hochrangige Mitarbeiter musste bereits seinen Hut nehmen. Vergangene Woche wurde Geoff Willis bis auf weiteres in Urlaub geschickt und der Japaner Shuhei Nakamoto hat seinen Posten als technischer Direktor übernommen. Mitleidige Kommentare der Konkurrenz, dass man sicher noch mindestens drei Jahre brauchen werde, um ganz an die Spitze zu kommen und zu siegreich zu sein, will man bei Honda allerdings nicht hören.
Honda-Chef Nick Fry versucht gute Mine zum bösen Spiel zu machen und stellt klar, dass er keinesfalls davon ausgehe, dass es noch so lange dauern würde. "Ich würde dem nicht zustimmen," sagte Fry zu Autosport. "Teams sind nicht nur um eine einzige Person aufgebaut. Es gibt neben Geoff noch eine ganze Reihe von Ingenieuren, nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Japan. Nakamoto ist seit sechs Jahren in England, er ist kein Neuling bei uns und wenn wir nun drei Jahre brauchen, dann haben wir wirklich ein Problem."
Ab dem Grand Prix von Frankreich am 16. Juli wird man bei Honda einige entscheidende Veränderungen am Auto haben und der Plan für diese Saison werde auf alle Fälle wie beabsichtigt durchgezogen, bestätigte Fry. Wunder dürfe man aber nicht erwarten und werde sicher noch etwas Zeit brauchen um alle Probleme zu lösen. Auch die Beförderung Nakamotos werde daran nicht viel ändern können. "Wir erwarten nicht, dass er plötzlich in der Lage sein wird, einen Hasen aus dem Hut zu zaubern," versuchte Fry die Situation mit Humor zu nehmen.

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