Am Samstag war Nick Heidfeld etwas ratlos, sein F1.06, der am Vormittag noch für eine Top4-Platzierung gut gewesen war, schaffte im Qualifying nicht den Sprung unter die Top10. Die Ursache für diesen Formverlust hat das Team noch nicht gefunden.
"Nein, ich vermute, dass es die Temperaturen waren", verriet Nick gegenüber motorsport-magazin.com. "Bei einigen anderen Teams, war es genau andersherum, nämlich Williams und Toyota. Einige sind geradeso ins zweite Qualifying reingerutscht, danach aber locker ins dritte gefahren."
Im Rennen lief es dafür wieder besser. "Das war ein aufregendes Rennwochenende. Nachdem wir im Qualifying gestern nicht gut waren, haben wir heute im Rennen wieder etwas von der Performance wieder gefunden, die wir im freien Training hatten", freute sich Nick.
"Mein Start war wieder sehr gut. In der ersten Kurve habe ich dann leider im Stau gesteckt und musste vom Gas gehen, aber in der zweiten Kurve habe ich noch zwei Autos überholen können. Dabei war die Lücke kaum größer als mein eigenes Auto, ich bin da gerade so durchgeschlüpft. Ich musste das gleich probieren. Es war sehr wichtig, weil ich sonst später von diesen Autos aufgehalten worden wäre."
Später steckte er über weite Strecken im Verkehr hinter Felipe und Jacques. "Es lag wahnsinnig viel Gummi und Dreck neben der Ideallinie, damit hatten viele Probleme. So war ja auch Felipe an Jacques vorbeigekommen. Ich wäre auch ein paar Mal fast ausgerutscht. An genau der Mauer, in die später Jacques geflogen ist, wäre es bei mir auch einmal fast soweit gewesen. Ich habe sie sogar leicht berührt."
Sein erster Boxenstopp hat "leider etwas länger" gedauert, weil die Radmutter vorne links klemmte. "Dann habe ich mich ganz auf die Chance konzentriert, beim zweiten Stopp noch einen Platz zu gewinnen. Der Stopp hat super funktioniert, auch die Outlap war gut, und so bin ich an Jacques vorbeigekommen."
Gegen Rennende war er schneller als Jarno Trulli. "Aber nach der letzten Safety-Car-Phase hatte ich etwas Probleme, die Reifen wieder auf Temperatur zu bekommen. Und dann war da kein weiterer Platz mehr zu holen."
Dennoch zog Nick ein positives Fazit. "Das Auto war nicht so schlecht. Wir hatten nicht die Pace aus den Freien Trainings, da waren wir nah an Renault dran, aber wir waren konkurrenzfähiger als im Qualifying." Auf dem Weg zu zwei verdienten WM-Punkten wurde Nick sowohl von Unter- als auch Übersteuern geplagt. "Aber das ist bei wenig Downforce normal."
"Wir sind sehr zufrieden, viel mehr wäre nicht drin gewesen", bilanzierte er. "Mit einem besseren Qualifying hätten wir Jarno schnappen können. Aber das Ergebnis ist gut für uns und den fünften Platz in der Konstrukteursmeisterschaft. Toyota hat nur einen Punkt mehr geholt und wir haben zwei Zähler auf Honda aufgeholt - das ist ein gutes Ergebnis."



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