Kimi Räikkönen kehrte nach seinem Ausfall in Monaco erst in Silverstone wieder ins Fahrerlager zurück. Und wies gleich die Vorwürfe zurück, sein Verhältnis zum Team habe darunter gelitten, dass er sich im Fürstentum nicht den Fragen der Journalisten stellte.

"Auf das Verhältnis zum Team hat das keine Auswirkungen", sagt er. "Und dieses Verhältnis ist bis heute nicht schlecht. Ich hatte einfach nichts zu erzählen. Es ist dasselbe passiert wie im Training am Donnerstag: Der Hitzeschild hat Feuer gefangen. Außerdem sind auch die Ingenieure zum Flughafen gefahren. Wir haben in der Zeit danach alles ausführlich am Telefon sowie vor Ort in der Fabrik besprochen."

Was das Rennen in Silverstone betrifft, ist Räikkönen vorsichtig optimistisch. "Sicher werden wir nicht so stark sein wie in Monaco", meinte Räikkönen, der in Monaco hätte siegen können. "Aber sicherlich wird es besser sein als Barcelona. Hier ist es wie am Nürburgring. Dort waren wir auch nicht so weit von der Spitze, weil man dort auch mit einem etwas schlechteren Auto eine Chance hat. Außerdem passt diese Strecke ziemlich gut zu unserem Auto."

Die Tests in Barcelona in der vergangenen Woche brachten dagegen Ergebnisse, über die sich Räikkönen wenig freuen konnte. "Da waren wir nicht besonders stark, und normalerweise ist Barcelona eine Messlatte für das Auto", sagte er. "Aber wie gesagt: Hier haben wir vielleicht trotzdem eine Chance."

Der 26-jährige Finne fährt sowieso gerne in Silverstone. "Es ist eine tolle Strecke, eine der wenigen, die so viele schnelle Kurven hat, dass man bis zum Ende der Runde mit Vollgas fahren kann und erst dann auf die Bremse tritt", sagt Räikkönen. "Deswegen funktionieren die Bremsen hier gar nicht so gut, wohl, weil sie so selten gebraucht werden."