Viel wurde über den Toyota TF106B diskutiert. Nach dem GP-Debüt des neuen weiß-roten Renners in Monaco, steht in Silverstone die erste Härteprobe an. Ralf Schumacher blickt dem zuversichtlich entgegen. "Unsere Verbesserungen am Auto waren eher mechanischer Natur", wiederholte er die üblichen Aussagen. "Größere aerodynamische Änderungen kommen erst im Laufe des Jahres." Einen genauen Zeitplan habe er aber noch nicht.
"In Monaco lief es für Jarno gar nicht so schlecht - wenn man von seinem Pech mit dem Hydraulikproblem absieht", erinnerte er sich zurück. "Unsere Pace reicht momentan für die vierte Position bei den Teams. Zumindest im Rennen sind wir schneller als Honda. Mit ein bisschen Glück sind auch die zweiten Fahrer der Top-3-Teams in unserer Reichweite, so dass wir da auch den ein oder anderen schlagen können." Dann wären nur noch Fernando Alonso, Michael Schumacher und Kimi Räikkönen vor Toyota.
"Wir haben noch ein allgemeines Problem mit der Pace. Allerdings haben wir einen Wagen, der sehr gut mit den Reifen umgeht und das kommt uns gerade im Rennen entgegen", begründet Ralf den Performance-Unterschied zwischen Qualifying und Rennen. Mit dem TF106B ist er soweit zufrieden. "Unser Auto ist mechanisch einwandfrei. Man kommt gut um die Kurven, das Auto verwindet sich nicht und es reagiert auf Setup-Änderungen wie gewollt."
Das große Saisonziel des ersten Toyota-Sieges sieht Ralf hingegen in etwas weitere Ferne gerückt. Vor einigen Rennen war er noch fest davon überzeugt, dass Toyota in diesem Jahr um den Sieg mitfahren wird. Mittlerweile würde er sich schon mit Podestplätzen zufrieden geben.
"Wenn unsere Entwicklungen wie plant voranschreiten und die anderen nicht ganz so schnell weiterentwickeln, brauchen wir vor dem Jahresende nicht über Siege nachzudenken", sagt er. "Ich wäre aber schon damit zufrieden, wenn wir am Saisonende permanent um Podestplätze mitfahren könnten."



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