Zwei Themen bewegen die Formel 1 in Silverstone: Eines rührt aus der Rascasse nach, eines wird erst am Wochenende in Copse Wellen schlagen. Gemeint sind natürlich Michael Schumachers Rascasse-Trick und die hohen g-Kräfte in Silverstone.
"Vielleicht sollten einige Fahrer aufhören in der F1 zu fahren", sagte Jacques Villeneuve über jene Piloten, die sich zuletzt vermehrt über zu schnelle Kurvengeschwindigkeiten beschwerten. "Wir sind gerade in Monaco gefahren und keiner hat sich beschwert." Warum sei dies vor Silverstone anders? "Es gibt immer ein kleines Risiko, aber es ist winzig und gibt 100 Kurven mit einem genauso hohen Risiko und 50 mit einem noch höheren Risiko."
Dennoch gefällt ihm die Herausforderung Silverstone mit den neuen V8-Motoren sehr. "Es ist fantastisch und schnell", sagte Villeneuve. "Man muss sich jetzt richtig konzentrieren und sich mental darauf einstellen, dass der Fuß die ganze Zeit Vollgas geben muss."
Die größte Herausforderung ist natürlich Copse. "Es ist wie die Eau Rouge einmal war. Man weiß die Kurve geht voll, aber es ist schwierig es auch zu schaffen."
Größe beweisen
Noch schwieriger ist es für den Kanadier Michael Schumacher zu verstehen. "Ich bin immer noch überrascht", sagte er über den Vorfall von Monaco. "Es ist unglaublich, aber nicht jeder reagiert genauso wie du es tun würdest. Manchmal muss man einfach eingestehen, dass man ein Idiot gewesen ist. Jeder macht in kritischen Momenten Fehler, aber man muss dann die Größe besitzen zu sagen: Sorry, das war einfach nur dumm von mir."
Wenn man stattdessen aber versucht alle glauben zu machen, dass es nur ein Fehler gewesen sei, dann sehe man "nur wie ein Trottel aus". Villeneuve kann sich jedenfalls "keine Erklärung" vorstellen.
Im Streit um das GPDA-Präsidentenamt hat er eine klare Meinung: "Jemand der sich so benimmt, sollte nicht die GPDA führen. Aber das ist nur meine Meinung und alle Diskussionen dazu werden hinter verschlossenen Türen geführt."



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