Flavio Briatore hat am Wochenende erklärt, dass die Pläne von Renault, auch weiter in der Formel 1 zu bleiben, keinerlei Einfluss auf seine eigene Entscheidung haben werden. Alles, was ihn interessiere, sei, das Beste für das Team zu tun. "Ich will jetzt noch nicht über meine Zukunft sprechen," sagte er zu Autosport. "Was zählt ist das Team. Als ich bei Renault unterschrieben habe, habe ich versprochen, die Meisterschaft innerhalb von vier Jahren zu gewinnen. Ich habe ihnen aber keinen zweiten Titel garantiert - ich habe ihnen nur einen versprochen."
Das Versprechen des einen Titels hat Briatore mit dem Titelgewinn durch Fernando Alonso und dem Sieg in der Konstrukteurswertung 2005 bereits eingelöst, wie es weitergeht, kann oder will der Italiener noch nicht sagen. "Wir werden sehen, was in der Zukunft passiert. Ich denke nicht, dass es ein Thema ist, ob Briatore bei Renault bleibt. Das Thema ist, dass ich will, dass Renault konkurrenzfähig ist."
Am vergangenen Sonntag hatte Renaults Formel 1-Präsident Alain Dassas offiziell verkündet, dass man auf alle Fälle bis 2012 in der Königsklasse vertreten sein werde. Er könne sich außerdem nicht vorstellen, dass Briatore seinen Vertrag nicht erneuern werde, jetzt da man sich von Herstellerseite entschieden habe, das Abenteuer Formel 1 noch weiterzuführen. "Ich erwarte, dass Flavio seine Entscheidung so schnell wie möglich treffen wird," erklärte Dassas. "Fakt ist aber, dass wir uns für eine lange Zeit verpflichtet haben und Fakt ist auch, dass wir klar gemacht haben, dass wir einen Fahrer wollen, der Top-Leistungen bringen kann."
"Was Flavio interessiert ist, aber da sollten Sie besser ihn fragen, dass er an der Spitze sein will. Also geben wir ihm auch die Mittel das zu erreichen und ich denke, er wird gerne unterschreiben. Aber, wie gesagt, ich bin nicht Flavio, also sollten Sie ihn fragen," so Dassas abschließend.
Die Querelen der GPMA mit der FIA liegen Briatore allerdings immer noch im Magen. "Wir haben sechs Jahre mit Verhandlungen verschwendet, und das ist eine Menge. Jedes Jahr wurde der Deal schlechter und irgendwann mussten wir einfach aufhören." Über die Entscheidung Renaults weiter in der Formel 1 zu bleiben, ist der 56-jährige aber sehr glücklich. "Ich freue mich für Renault. Es ist wichtig für die Formel 1 ein Team wie Renault zu haben."

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