In einem Punkt sind sich Jarno Trulli, Ralf Schumacher und Toyota-Teamboss Tsutomu Tomita einig: Toyota erlaubt seinen Fahrer gegeneinander Rennen zu fahren und sich gegenseitig zu überholen. "Allerdings mit einer Einschränkung", setzte Tomita hinzu. Und diese ist, sich nicht gegenseitig von der Strecke zu schießen

Was also ist da in Runde 16 in Kurve 1 zwischen Ralf und Jarno geschehen? "Wir kämpften gegeneinander und Ralf war schneller, weil er auf neuen Reifen war und ich auf alten", schilderte Trulli die Situation. "Er holte auf mich auf, weil ich Graining hatte. Ich habe gar nicht gemerkt, dass er auf mich aufgefahren ist - dass hat mir das Team erst am Ende des Rennens gesagt. Ich habe ihn nur im Rückspiegel verschwinden sehen. Die Berührung habe ich gar nicht gespürt."

Entsprechend hat er ihn auch nicht "blockiert" oder die Tür zugemacht. "Niemand ist schuld - es war ein Rennunfall", so Trullis Fazit. "Manchmal passiert so etwas eben", schloss sich Ralf an. "Ich folgte Jarno sehr nah und versuchte ihn zu überholen. Es war keine heftige Berührung, aber ich verlor meinen Frontflügel und musste einen neuen abholen." Jarnos TF106 blieb hingegen unbeschädigt. Aufgrund eines Elektronikproblems schied Ralf später aus. "Es war ein Tag zum Vergessen."