Platz 3. Nach zwei Siegen in Serie eine kleine Enttäuschung? Nicht für Michael Schumacher. Der Ex-Champion strotzt seit dem Europa-Auftakt in Imola geradezu vor Selbstbewusstsein. Entsprechend zuversichtlich geht er auch in den Spanien GP.

"Das ist eine vernünftige Position, von der wir ein interessantes Rennen gestalten können", sagte er über seinen Startplatz. "Ich stehe auf der sauberen Seite und das sollte mir entgegen kommen." Die große Frage lautet nun: Kann ihn Giancarlo Fisichella am Start aufhalten? "Wenn ich am Start gleich an ihm vorbei fahre, ist es kein Problem." Ansonsten könnte ihn der Italiener schon Probleme bereiten.

"Es liegt ganz daran, wie schnell Fisichella im Vergleich zu Alonso fährt", betont Schumacher. "Bisher konnte er die gleichen Zeiten fahren. Wenn er morgen plötzlich langsamer fahren und ich hinter ihm fest hängen würde, könnte es amüsant werden."

Deshalb hätte er gerne noch einen Helfer zwischen sich und Fisichella gesehen. "Mir wäre es lieber, wenn Felipe in dem Paket mit drin wäre", so Schumacher. "Er ist zwar Vierter, aber wenn Fisichella irgendwelche Probleme haben sollte und langsamer wäre, könnte das schon großen Einfluss auf das Renngeschehen haben."

Sein Manager Willi Weber bleibt dennoch gelassen. "Wir sind gut aufgestellt für das Rennen. Hoffentlich passt alles ein bisschen besser als bei Renault - vielleicht können wir sogar ein bisschen länger draußen bleiben. Mit einer guten Strategie ist Alonso zu schlagen."

Diese Strategie steht dabei noch nicht ganz in Stein gemeißelt. "Die Strategie ist festgelegt, aber es gibt eventuell noch eine Möglichkeit etwas zu verändern und ans Renngeschehen anzupassen." Aber nicht nur bei der Taktik sieht Schumacher noch "alle Möglichkeiten" offen - auch beim Rennergebnis. "Wir waren uns darüber im Klaren, dass wir im Qualifying eventuell Einbußen hinnehmen müssen. Denn wir haben uns bei unserer Reifenwahl ganz klar auf die Vorstellung im Rennen konzentriert. Dass die im Qualifying nicht ganz so stark sein würden, haben wir dabei in Kauf genommen."

Demnach sei die 2. Startreihe kein Problem. "Wir wissen, dass wir im Rennen stark sein werden. Natürlich sind auch die Renault stark, aber mal sehen, was wir erreichen können. Versuchen werden wir alles, was möglich ist."