Vor dem Ferrari Heim-GP in Imola war die große Zuversicht in Maranello ausgebrochen: Vom Testfahrer bis zum Präsidenten schwärmten alle von einem "siegfähigen" Auto und dem großen Ziel des ersten Saisonsieges vor heimischer Kulisse. Am Rennsonntag ließen die Roten diesem großen Worten Taten folgen. Michael Schumacher gewann erstmals seit Japan 2004 ein richtiges Formel 1 Rennen.
Nachdem der Optimismus vor Imola so gut geklappt hat, hielten sich die Ex-Weltmeister auch vor dem Europa GP nicht mit optimistischen Prognosen zurück. Ferrari sieht sich auch hier siegfähig. Die Konkurrenz zweifelt jedoch daran.
Juan Pablo Montoya glaubt jedenfalls, dass nicht Ferrari, sondern vielmehr Bridgestone aufgeschlossen habe. In der Eifel erwartet er hingegen Michelin wieder besser.
Fernando Alonso geht sogar noch einen Schritt weiter. Für ihn kamen Ferrari in Imola zwei Dinge entgegen: Die Überholfeindlichkeit und die Streckencharakteristik, die dem roten Renner schon im Vorjahr zur besten Saisonleistung verhalf. "Davon abgesehen waren sie 2005 immer langsam", so der Weltmeister. "Jetzt wird sich hier am Nürburgring zeigen, ob Ferrari wirklich näher gekommen und ein WM-Kandidat ist."
Schneller als McLaren
Alonso sieht seinen R26 immer noch als das "schnellste" Auto. Alles andere müsse man abwarten. Über die Konkurrenz macht er sich "keine Sorgen, wobei er McLaren aufgrund der neuen Teile und der Michelin-Reifen eher als Gegner ansieht als Ferrari.
Angst hat er vor den Silberpfeilen aber keineswegs: "McLaren hat in Silverstone mit dem neuen Motor getestet", erinnert er, "aber wir waren trotzdem schneller". Zeit zum Entspannen ist es aber noch nicht: "Zweite Plätze reichen zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nicht aus", sagt er. Noch müsse er um Siege kämpfen. Wenn sich die Gegner dabei auf dem Podium abwechseln würden, hätte er freilich nichts dagegen.
Und wer glaubt jetzt außer Ferrari noch an die Roten? Die Antwort ist einfach: Nur im silbernen Lager betont Norbert Haug immer wieder, dass man die Scuderia "niemals unterschätzen" oder gar abschreiben dürfe. Ferrari habe ein "gutes Paket" und durch die neuen Regeln sei der Fahrer wieder wichtiger geworden. Und auf diesem Gebiet sieht er Michael Schumacher immer noch als den schnellsten, besten und cleversten an...



diese Formel 1 Nachricht