Es war ein langer, harter Weg bis zum langersehnten Sieg in Imola am gestrigen Sonntag und die Erleichterung war sowohl dem Sieger Michael Schumacher als auch seinem gesamten Team anzusehen. Trotz aller Freude bleibt Schumacher jedoch realistisch und weiß, dass noch ein langer Weg bis ganz an die Spitze vor ihm und seinem Team liegt.

Auf seiner Internetseite schreibt Schumacher heute, dass das Glücksgefühl auch am Tag danach noch immer nicht gewichen ist. "Das war so schön da gestern auf dem Podium, es war so schön, die Freude der Tifosi zu sehen und zu spüren – ich gebe gerne zu, dass dies schon ein extrem besonderes Gefühl ist. Es wurde Zeit, dass wir das alle wieder einmal gemeinsam erleben durften. Und es wurde Zeit, dass all die Fans, die immer hinter uns stehen, mal wieder für ihre Treue belohnt werden."

Bei all der Euphorie, die die Scuderia von den Tifosi und alles Seiten zu spüren bekam, bleibt der Rekord-Weltmeister doch mit den Füßen auf dem Boden und weiß, dass noch viel Arbeit vor allen liegt. "Tatsache ist, dass dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war. Tatsache ist, dass wir viel Boden gut gemacht haben. Tatsache ist aber auch, dass wir noch nicht ganz da angekommen sind, wo wir gerne hinwollen, auch wenn dieser Sieg schon mal ein erster Vorgeschmack war, und dass wir noch sehr viel arbeiten müssen. Das ist etwas, worüber wir uns im Team alle einig sind. Der Sieg gestern soll erst der Anfang gewesen sein."

Um dieses Ziel zu erreichen, wird Schumacher auch diese Woche wieder im Auto sitzen und testen. Am Donnerstag und Freitag wird in Le Castellet in erster Linie die Weiterentwicklung der Reifen auf seinem Plan stehen während sich ein Teamkollege Felipe Massa in Fiorano hauptsächlich um aerodynamische Feinarbeit kümmern wird. Dann werde man schon sehen, wo man steht, so der 37-jährige. "Alles Reden hilft nichts, wir müssen weiter so hart arbeiten. Das ist das Einzige, was uns in unserer Situation bisher geholfen hat und uns auch weiter voran bringen wird." Es sei unglaublich, wie man bei Ferrari das Programm durchzieht, lobte er seine Truppe. "Daher sind Tage wie gestern besonders wichtig - weil sie die Motivation noch mehr anstacheln. Das ist das Gute an unserer Traumtruppe: sie weiß, wie man kämpft!"