Jarno Trulli hat Michael Schumacher gewarnt, dass er diese Saison wenig Hilfe von seiner Seite erwarten könne, nachdem ihm der Deutsche seine schnelle Runde beim Qualifying verbaut hatte. Der Italiener war schon am Samstag wütend auf Schumacher, da er hinter dem Ferrari nicht nur seine schnelle Runde abbrechen musste, sondern auch die Reifen an seinem Toyota so abkühlten, dass er auch die folgende Runde nicht so schnell fahren konnte, wie er wollte. Trulli konnte nicht verstehen, warum Schumacher ihn absichtlich habe blockieren wollen und war entsprechend sauer.

"Michael hat mich blockiert: Ich wollte gerade meine fliegende Runde beginnen als er aus der Box kam und mich die gesamte Runde lang aufhielt," sagte Trulli zur Gazzetta dello Sport. "Das hat er absichtlich gemacht," so Trulli weiter. "Er hat mich ganz sicher im Rückspiegel gesehen. Ich würde es ja verstehen, wenn es in den letzten Minuten das Qualifyings passiert wäre, aber das war ja nicht so: er hatte alle Zeit der Welt um mich vorbei zu lassen und selber eine fliegende Runde zu fahren. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum er sich so verhält."

Jarno Trulli werde diesen Vorfall nicht vergessen, warnte er den Deutschen. "Dieses Mal wird er dafür bezahlen. Ich sage nicht, dass ich ihn aus dem Rennen schießen werde, aber früher oder später werde ich ihn hinter mir im Rückspiegel sehen und ich werde alles tun, um ihm dem Weg zu versperren." Weiter schimpfte Trulli: "Die FIA unternimmt nie etwas, wenn es um ihn geht. Man braucht sich nur die Sektorzeiten anzuschauen um zu sehen, was er getan hat." Eine offizielle Beschwerde gegen den Ferrari-Star werde Trulli aber nicht anstrengen, das sei sowieso zwecklos. "Wozu? Das ist Italien, es würde eh nichts passieren." Es könne sich doch keiner einbilden, dass die Rennkommissare den Mut hätten, gegen Ferrari anzugehen. "Er ist schließlich auf die Pole gefahren und wir sind alle glücklich darüber. Oder etwa nicht?"