Schon vor Saisonbeginn betonte Red Bull Boss Dietrich Mateschitz immer wieder, dass Christian Klien in diesem Jahr beweisen müsse, warum er ein Cockpit bei Red Bull Racing besitzt. Nach drei Saisonrennen erhöhte der Chef den Druck noch einmal: "Wir brauchen zwei starke Fahrer."
So habe David Coulthard im letzten Jahr 24 Punkte geholt, während Klien nur deren 9 einfuhr. "Obwohl Klien in vier Rennen nicht gefahren ist, ist das zu wenig", verriet Mateschitz gegenüber Autosport. "Von einem jungen Fahrer erwarten wir, dass er so schnell wie David ist. Das Ziel von Felipe Massa ist es so schnell wie Michael Schumacher zu sein und Nico Rosberg muss Mark Webber schlagen; spätestens in seinem zweiten Jahr."
Wenn Red Bull nun also 50 Millionen Dollar in einen Windkanal, Ferrari-Motoren und Adrian Newey investiert und all dies das Auto in Summe eine Sekunde schneller macht, "dann dürfen wir diese Sekunde nicht durch den Fahrer verlieren".
Die logische Konsequent daraus ist, dass Red Bull 2007 "die schnellsten verfügbaren Fahrer" brauche. Dann dürfe der Fahrer nicht der "Schwachpunkt" sein.
Neben den Top-3 Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso, sieht Mateschitz aber nur Fahrer "zweiter Wahl": "Unser Langzeitziel ist es eines oder mehrere unserer Nachwuchstalente unter die besten vier Fahrer der Welt zu bringen." Können Klien, Liuzzi oder Speed dieses Anforderungsprofil erfüllen? "Es ist vielleicht noch zu früh dafür. Aber wir haben auch noch Ammermüller, Edwards und Jani. Sebastian Vettel ist für zwei Jahre an BMW ausgeliehen."
Und dann wäre da noch der alte Onkel David. "Er kann sehr schnell sein, wenn er voll motiviert ist", betont Mateschitz. "Und er brennt darauf noch einmal in einem Newey-Auto zu fahren."



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