Nick Heidfeld kann sich an kaum einen Grand Prix erinnern, in dem ähnlich viel los war: Safety-Car Phasen, Unfälle, Zwischenfälle - der Australien GP hatte von allem etwas.
"Heute gab es wirklich viel Action", stimmte Nick gegenüber motorsport-magazin.com zu. "Zum Glück sind alle Unfälle glimpflich abgegangen. Die Safety-Car-Phasen haben mir Schwierigkeiten bereitet, weil die Reifen danach kaum wieder auf Temperatur zu bekommen waren. Das war vor allem nach der letzten Gelbphase ein Problem, als mich Kimi Räikkönen geradezu überrollt hat."
"Er hat mich sogar vor Kurve vier leicht touchiert. Vor Kurve sechs habe ich dann zu viel riskiert, um meinen zweiten Platz zu verteidigen. Ich war sehr spät auf der Bremse und leicht neben der Strecke, weil die Vorderreifen halt noch so kalt waren. Dabei hat mich Kimi überholt. Ralf Schumacher kam dann auch noch vorbei. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es da schon wieder gelbe Flaggen gab oder nicht. Als dann definitiv gelb war, hat mich Montoya auch noch überholt. Er ist ja später sowieso ausgefallen, von daher ist die Frage einer Bestrafung jetzt akademisch."
Überhaupt überwiegt bei Nick die Freude über das "fantastische" Ergebnis. "Das ist auch kein Glück, wir haben uns das erarbeitet. Wir waren schon im Training ziemlich gut, aber im Rennen waren wir noch besser. Für ein ganz neues Team ist es fantastisch, mit beiden Autos in die Punkte zu fahren. Erst recht, wenn man bedenkt, von wo Jacques losgefahren ist."
Alles war bei den Weiß-Blauen aber nicht Eitelsonnenschein: "Wir müssen daran arbeiten die Reifen schneller auf Temperatur zu bringen. Deshalb verlor ich einige Runden nach dem Re-Start fast 10 Sekunden", klagte Nick. Insgesamt überwiegt aber die Freude. "Ich bin gerade angesichts der Probleme bei den ersten beiden Rennen mit dem vierten Platz sehr zufrieden. Vor allem wenn man sieht, welche Autos wir hinter uns gelassen haben. Es ist zwar das ein oder andere Auto ausgefallen, aber die meisten waren bei ihrem Ausfall nicht vor uns. Wir konnten einige der schnellen Autos wie Renault und Honda hinter uns halten. Mehr hätten wir uns nicht wünschen können."
Für das nächste Rennen in Imola baut Nick nun auf ein neues Aerodynamikpaket. "Aber die große Frage ist, was die anderen machen, da diese normalerweise auch Neuerungen haben werden. Mit unserer Situation müssen wir mehr als sehr zufrieden sein. Wir sind ein neues Team, hatten beide Autos in den Punkten und haben einen guten Speed gezeigt." Entsprechend sieht er BMW Sauber auf einem guten Weg: "Wir möchten in ein paar Jahren an die Spitze und dafür sieht es im Moment gut aus."



diese Formel 1 Nachricht