Funksprüche in den letzten Atemzügen eines Rennens können um die Welt gehen. Fragen Sie Jean Todt nach seinem berühmten Funkspruch von Spielberg - dieser wurde wahrscheinlich öfter gesendet als so mancher Musikhit.
In Melbourne machte sich Jenson Buttons Renningenieur Andrew Shovlin weltberühmt. Er funkte innerhalb von Sekundenbruchteilen nach dem Motorschaden des Briten: "Don't cross the line." Also: "Fahr nicht über die Ziellinie!"
Der Grund dafür ist simpel: Wäre Button ins Ziel gekommen, hätte er zwar drei WM-Punkte erhalten, wäre aber in Imola wegen des nötigen Motorwechsels um 10 Startplätze versetzt worden. Das jedoch ist auf der überholfeindlichen Strecke in Italien eine harte Strafe.
"Wir werden die Situation überprüfen, aber aus unserer Sicht war es die richtige Entscheidung", sagte Teamboss Nick Fry über den absichtlichen Ausfall. Schon vor einem Jahr ließ das Team, damals noch unter dem Namen British American Racing, seine beiden Fahrer kurz vor Rennende absichtlich ausfallen, um frische Motoren für den nächsten Grand Prix einbauen zu können. Danach verschärfte die FIA die Regelauslegung.
Button sieht jedoch kein Problem auf sich zukommen: "Das Auto hätte es eh nicht bis zur Linie geschafft."



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