In Bahrain war Toyota die große Enttäuschung des Wochenendes, in Malaysia lief es schon etwas besser und beim dritten Saisonrennen in Australien gab es endlich strahlende Gesichter bei der Kölner Truppe in japanischen Diensten. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Ralf Schumacher auf dem Podium und konnte sogar eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse wegstecken.

"Wir sind alles sehr glücklich, was wir heute erreicht haben," freute sich Ralf und gibt zu, dass die Durchfahrtsstrafe sein Fehler war, "weil ich aus Versehen den Knopf zwei Mal gedrückt habe, aber ich hatte Glück und durch die Safety-Car-Phasen haben wir viel mehr erreicht als wir zu Beginn des Wochenendes je erwartet hätten."

Im Gegensatz zu Bahrain, als man sogar bei heißen äußeren Bedingungen Probleme hatte, die Reifen auf Temperatur zu bringen, lief heute alles glatt. Ein leichtes Rennen war es für den 30-jährigen aber trotzdem nicht. "Es war schwer, genügend Grip zu finden, so hatte ich das ganze Rennen zu kämpfen, das Auto auf der Strecke zu halten. Am Ende hat es aber funktioniert und wir haben großartiges Ergebnis geschafft."

Jarno Trullis Top Ten Startplatz brachte ihm heute kein Glück. Der Italiener krachte schon in der ersten Runde in die Streckenbegrenzung und machte somit alle Hoffnungen auf eine Platzierung in den Punkten zunichte. "Ich bin einige Kurven lang hinter Coulthard hergefahren, der sehr langsam war und auf der Geraden Zickzack gefahren ist. Ich bin nach innen gezogen um ihn zu überholen, aber er hat mir einfach die Tür zugeschlagen und mich am Heck getroffen. Das hat meine Hinterradaufhängung kaputtgemacht und mich aus dem Rennen geworfen." Trulli freute sich zwar über das Ergebnis seines Teamkollegen, aber in erster Linie hofft er natürlich, dass seine Pechsträhne endlich auch abreißt. "Ich hatte solches Pech dieses Wochenende und ich hoffe nur, dass es da für eine Weile war. Wir waren recht schnell und ich hoffe, dass wir das aufrechterhalten können und, dass sich mein Glück in Europa wieder wendet."

John Howett, der Präsident von Toyota Motorsport fühlte zwar mit Trulli, in erster Linie war er jedoch nur glücklich über den dritten Platz des zweiten Toyota-Piloten, Ralf Schumacher. "Wir hatten etwas Glück mit den ganzen Zwischenfällen und den Safety-Car-Phasen, dass wir es trotzdem geschafft haben, unsere Strategie durchzuziehen und die Jungs haben wie immer großartige Arbeit geleistet. Ralf war bei den Restarts sehr aggressiv und wir konnten Plätze gutmachen." Es sei ein verdienter Adrenalinschub für alle gewesen, die den Winter über so hart gearbeitet haben, schloss Howett.