Wenige Meter vor der Ziellinie zerriss es Jenson Buttons Honda-Motor. Mit einer großen Rauchwolke und Flammen aus dem Heck des RA106 beendete der Pole-Mann seinen Grand Prix ohne Belohnung. Aber war das wirklich nur Pech?

Ein Boxenfunkspion aus Japan flüsterte uns, dass Button kurz nach dem Motorschaden einen Funkspruch des Teams erhalten haben soll. Der Inhalt: Stell den Wagen vor der Ziellinie ab. Auf diese Weise darf man den Motor ohne Strafversetzung wechseln. Das ist insbesondere wichtig, da Überholmanöver auf der nächsten Strecke in Imola kaum möglich sind.

Offiziell wird dies aber niemand bestätigen - schließlich hat sich das Team mit einem absichtlichen Doppelausfall beim letztjährigen Australien GP bereits einmal die Finger verbrannt. Danach verschärfte die FIA die Regel und betonte, dass niemand das Rennen freiwillig aufgeben dürfe, nur um eine Strafversetzung bei einem Motorwechsel zu umgehen.

Unter diesen Umständen erhalten die Worte von Honda-Motorenmann Shuhei Nakamoto jedoch eine ganz andere Bedeutung: "Es tut uns leid, dass er für seine Anstrengungen keine Punkte bekommen hat."

Jenson Einschätzung gilt aber so oder so: "Es ist enttäuschend das Wochenende nach der Pole so zu beenden." Nach jedem der vier Re-Starts kämpfte Button mit dem Grip und verlor "viel Zeit und einige Plätze".

"Das Auto ist stark, wenn wir die Reifen auf Temperatur haben, aber ansonsten haben wir massive Grip-Probleme." Sein Teamkollege Rubens Barrichello klagte zusätzlich über Bremsprobleme. "Ich hatte das gesamte Rennen über Bremsprobleme und konnte nicht überholen. Immerhin konnte ich einige Punkte holen."

Nicht nur Sportdirektor Gil de Ferran hatte sich für das Rennen "mehr erhofft", "aber jetzt müssen wir die Enttäuschung wegstecken und weiter angreifen."