War die Formsteigerung in Malaysia so, wie Sie es vorhergesehen hatten?
Mike Gascoyne: Ich denke, wir konnten die Probleme, die wir hatten, die Reifem auf Temperatur zu bekommen, sicher verbessern. Als wir die Reifen endlich dazu bekommen haben, zu arbeiten, haben wir das Potential gesehen, das wir auch in den Wintertests hatten. Wir hatten ein Auto, das gut für die Top Ten war. In Australien werden wir ganz sicher kühlere äußere Bedingungen haben und das bedeutet, dass wir die Reifentemperatur ganz genau im Auge behalten müssen. In Malaysia haben wir darunter gelitten, dass bei Ralfs Auto der Motor gewechselt werden musste und Jarno hatte Probleme mit dem Setup, aber ich denke, dass wir das überwunden haben.
Kommen die Verbesserungen von Bridgestone oder ist es eine Kombination aus Reifen und Setup?
Mike Gascoyne: Ich denke es ist eine Kombination aus dem Setup und daraus, dass wir jetzt das Problem verstehen und darauf reagiert haben. Ich glaube, in Bahrain und bis zu einem gewissen Grad auch in Malaysia, waren unsere Reifen einfach zu hart und wir müssen jetzt einfach weichere Mischungen einsetzen, da unser Auto sehr schonend mit den Reifen umgeht. Im Vergleich mit anderen Bridgestone-Teams müssen wir auf der weicheren Seite arbeiten.
Mal abgesehen von den Reifen, was sind die Herausforderungen in Melbourne?
Mike Gascoyne: Es ist ein Straßenkurs, der nicht regelmäßig benutzt wird und daher wird am Freitag noch nicht viel Grip vorhanden sein und der Kurs wird sich im Laufe des Wochenendes ziemlich verändern. Es ist immer eine interessante Veranstaltung und eine schöne Stadt für einen Besuch. Logistisch gesehen ist es aber recht schwierig, da die Distanzen recht groß sind, aber abgesehen davon gibt es nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste.
Wie gefällt Ihnen nach zwei Rennen das neue Qualifying-Format?
Mike Gascoyne: Alles in allem ist es gut, aber ich denke, die ersten 15 Minuten der letzten Session, in der alle nur in der Gegend rumfahren um Benzin zu verbrauchen, sind nicht sehr interessant. Das muss man vielleicht noch etwas ändern, aber insgesamt ist es auf alle Fälle eine Verbesserung.
Es gab schon eine Menge Motorwechsel. Haben Sie damit gerechnet?
Mike Gascoyne: Ich denke, wir haben mehr Motorwechsel gesehen als erwartet, aber das ist unvermeidbar wenn man eine so große bauliche Veränderung hat wie von V10- auf V8-Motoren. Da treten solche Probleme auf, aber der Defekt an Ralfs Auto in Malaysia war relativ gering und deutet nicht auf ein schwerwiegenderes Problem hin. Wir hatten davor noch nie einen Defekt an der Ölpumpe und es war sehr enttäuschend, dass es passieren musste, gerade als Ralf so gut dabei war. Wir glauben, er hätte sich unter den besten Fünf qualifizieren können.

diese Formel 1 Interview