"Ich vermisse es, ich vermisse es sogar sehr", gab Paul Stoddart gegenüber der Zeitung The Age zu. Seit dem Verkauf seines Minardi-Team an Red Bull Ende vergangenen Jahres war der Australier bei keinem Formel 1-Rennen mehr und scheint sich schon wieder mit dem Gedanken eines Neueinstiegs in die Königsklasse zu tragen. "Wenn auch nicht 2006 oder 2007, aber 2008 sollte es eine Möglichkeit geben", wird er von der Zeitung zitiert. Stoddart gibt zu, dass er es sich einfacher vorgestellt hatte, der Formel 1 den Rücken zu kehren und er bei ersten Rennen der Saison sogar sein Telefon abgestellt hatte um das Ergebnis nicht zu erfahren.
Nachdem Stoddart im März diesen Jahres nach nur vier Monaten Flugbetrieb die Maschinen seiner neuen Gesellschaft "OzJet" aufgrund mangelnder Finanzierung wieder am Boden lassen musste, wäre die Formel 1 für den 50-jährigen ein willkommenes neues Ziel. Am kommenden Sonntag wird es für den Australier wohl besonders hart werden, wenn er zum ersten Mal seit 2001 sein Heimrennen nicht am Kommandostand seines Teams sondern als ganz normaler Zuschauer erleben wird. Trotz allem kann es Stoddart aber immer noch nicht lassen, einem seiner offenbar größten Hobbys nachzugehen: Giftpfeile gegen FIA-Boss Max Mosley abzuschießen.
Stoddart war jahrelang dafür bekannt, dass er sich vehement für die Rechte der kleinen Teams stark gemacht und heftige Wortgefechte mit Mosley geführt hat. Auch wenn der Krieg zwischen Herstellern und FIA offenbar mittlerweile beendet scheint, feuert Stoddart immer noch in Richtung des FIA-Bosses. "Ich bin irgendwie traurig zu sehen, dass die Politik noch schlimmer zu sein scheint, als sie je zuvor war", sagt er. "Ich hatte gehofft, dass wir an einen Punkt kommen würden, an dem ein neues Concorde Agreement unterschrieben würde und eine Einheit zwischen den unabhängigen Teams, den Herstellern, Bernie Ecclestone und den Banken besteht, aber leider haben wir 'Mad Max' zurück an der Macht."

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