Trotz der starken Vorstellung der beiden Williams-Fahrer in Bahrain am vergangenen Wochenende reißen die Gerüchte nicht ab, dass der britische Rennstall seinem Motorenlieferanten Cosworth den Rücken kehren könnte.
Schon im Vorfeld des Grand Prix von Bahrain gingen viele Experten davon aus, dass die Cosworth-Teams den besten Motor im gesamten Feld haben würden. Platz sechs und sieben für die beiden Williams-Piloten scheinen diese Meinungen auch eindrucksvoll zu bestätigen.
Trotzdem werden die Briten immer wieder mit Toyota als Motorenpartner für 2007 in Verbindung gebracht und angeblich gibt es bereits Gespräche zwischen Verantwortlichen beider Seiten. Autosport berichtet, dass sich Toyotas Motorenchef Luca Marmorini und der Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Toyota-Teams, Pascal Vasselon, in Bahrain mit Patrick Head zu ersten Gesprächen über die technischen Gesichtspunkte einer möglichen Zusammenarbeit zusammengesetzt haben.
Noch hat Williams allerdings keinen Vertrag mit den Japanern unterschrieben, da man erst einmal abwarten will, wie sich der Cosworth-Motor im Laufe der Saison weiterentwickelt. Sam Michael, Technischer Direktor bei Williams, war am Wochenende voll des Lobes über seinen Motor. "Ich persönlich denke, dass sie den besten Motor im gesamten Feld haben, und auch wenn es die Reifenentwicklung oder auch das Aerodynamik-Setup etwas schwieriger macht, kein Problem."
Die Umstellung von V10- auf V8-Motoren scheint den Ingenieuren von Cosworth jedenfalls keine sonderlichen Schwierigkeiten bereitet zu haben. "Man muss wirklich den Hut ziehen, dass sei einen Motor gebaut haben, der bis auf 19.000 U/min dreht und solide ist wie ein Fels. Sie haben einen wirklich sehr, sehr guten Job gemacht."
Reine Leistung zählt in der Formel 1 aber leider nicht, und wer Frank Williams und sein Team kennt, weiß, dass auch der finanzielle Aspekt schon immer eine große Rolle gespielt hat. Die endgültige Entscheidung wird wohl deshalb auch durch das Budget des Teams aus Grove getroffen werden.
Wäre Toyota als Motorenpartner kostengünstiger als Cosworth, könnte man sich durchaus für den japanischen Motor entscheiden. Cosworth Geschäftsführer Tim Routsis hat allerdings schon bei der offiziellen Williams-Teamvorstellung ganz klar gemacht, dass man Williams einen Wechsel nicht einfach machen würde. "Mein Job als Geschäftsführer von Cosworth ist es, die Leistung am Anfang des Jahres zu liefern, die es Williams sehr schwer machen wird, irgendwo anders hinzugehen."

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