Nachdem Red Bull Racing mit seinem neuen RB2 keine Renndistanz über den Winter zurücklegen konnte und das Auto nur sporadisch gute Rundenzeiten produzierte, haben nur die wenigsten damit gerechnet, dass es einer der beiden Piloten unter die besten Zehn schaffen würde. Und wenn dann traute man diesen Sprung eher David Coulthard zu.

Doch nicht Uncle David, sondern Christian Klien hielt heute die rot-blaue Flagge mit dem Bullen hoch. "Der erste und zweite Teil waren ziemlich gut und ich war mit der Performance des Autos zufrieden", freute sich Klien über Startplatz 8. "Der letzte Teil war schwierig, da ich mehr Sprit im Tank und neue Reifen hatte. Die Balance war anders und die größere Spritmenge veränderte die Bremspunkte."

Für David Coulthard waren hingegen nicht nur die "ersten 15 Minuten knifflig": "Im zweiten Teil übersteuerte das Auto zu stark und deshalb war ich nicht überrascht, dass ich es nicht in die Top10 geschafft habe. Die Balance war nicht gut und ich konnte in den Kurven nicht so angreifen, wie ich das gerne gemacht hätte."

Dennoch sah Sportdirektor Christian Horner eine "respektable Leistung" seines Teams. "Wir haben eine vernünftige Strategie vorbereitet und es sollte ein sehr interessantes Rennen geben." Selbst das frühe Ausscheiden von David Coulthard sah Horner nicht als schlimm an. "Er kann jetzt seine Benzinmenge anpassen, was sehr vorteilhaft ist. Auch er sollte in einer guten Position sein."