Sechs von elf Teams, Ferrari, Williams, Red Bull Racing, Scuderia Toro Rosso und MF1 Racing, haben das neue Concorde-Agreement bereits unterschrieben. Die anderen sollen demnächst an Bord geholt werden.
Die Hersteller bestätigen, dass sie in den Verhandlungen mit FIA-Oberboss Bernie Ecclestone einen großen Schritt vorangekommen sind und die seit Jahren angedrohte Konkurrenzserie somit fast vom Tisch sei. Ein Sprecher der GPMA (Grand Prix Manufacturers' Association) bestätigte gegenüber Reuters, dass die Herstellervertreter sich noch vor dem Rennen in Bahrain mit Ecclestone zusammensetzen würden. Eine Bekanntgabe der Ergebnisse der Verhandlung sei jedoch nicht sofort zu erwarten.
"Wir werden uns dieses Wochenende auf alle Fälle zusammensetzen. Die Fortschritte bisher sind sehr gut und wir hoffen, dass wir einige der noch offenen Punkte ansprechen können. Es ist aber zu früh, ein Ergebnis vorauszusagen," erklärte er. "Wir wollen uns da keinen Spekulationen hingeben, aber einige Dinge gehen in die richtige Richtung." Die Mitglieder der GPMA Renault, BMW, Honda, Toyota und Mercedes fordern einen größeren Anteil an den Einkünften des Milliardengeschäfts, größere Transparenz in den Führungsabläufen des Sports und eine gleiche Behandlung für alle.
BMW Vorstandsmitglied und Vorsitzender der GPMA Burkhard Göschel betont, dass man ohne eine zufriedenstellende Einigung ab 2008 eine eigene Serie ins Leben rufen werde. Vergangene Woche gab sich Bernie Ecclestone aber sehr zuversichtlich, was die Verhandlungen betrifft. "Inwieweit wir uns vom technischen Standpunkt her einigen können, hängt ganz davon ab, wie viel Geld sie sparen wollen," sagte der 75-jährige gegenüber dem Daily Express. "Sie werden eine Menge einsparen müssen, ohne aber auf der anderen Seite die technische Besonderheit der Formel 1 nachteilig zu beeinflussen." Trotzdem sei er guter Hoffnung, dass der Disput endlich zu aller Zufriedenheit gelöst werden könne.
"Wir sehen die Vorteile, die eine Kostenreduzierung mit sich bringt und wollen gleichzeitig aber der ständigen Weiterentwicklung Raum geben. Ich glaube schon, dass es einen Weg für eine Einigung gibt." Für die Teams hätte eine Einigung jedenfalls nur Vorteile. "Sie werden ganz sicher viel mehr Geld verdienen, zwei Mal soviel wie vorher." Eine endgültige Einigung könnte aber trotz allem noch länger auf sich warten lassen bis die Europäische Kommission eine Entscheidung getroffen hat, ob das Gebot von CVC für Speed Investment dem Kartellgesetz widerspricht, denn Speed Investment besitzt 75% der Formel 1 SLEC Beteiligungsgesellschaft. Eine Entscheidung wird bis zum 21. März erwartet.

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