Was haben Ralf Schumacher, Jarno Trulli und Mike Gacoyne gemeinsam? Okay, diese Frage lässt jede Menge Antworten zu. Etwa: Weiß-rote Teamkleidung, den Arbeitgeber, die Zielsetzung den ersten Toyota-Sieg zu erreichen und, und, und...

Vor dem Auftaktrennen der 57. Formel 1 Saison im heißen Bahrain haben die Drei aber noch etwas gemeinsam: Sie wissen nicht, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen - oder wollen ihre Prognosen zumindest nicht öffentlich hinausposaunen.

So ist es für Ralf Schumacher zwar "schön" nach einer langen Winterpause wieder ein Rennen bestreiten zu dürfen, doch "müssen wir zunächst die ersten Rennen abwarten, bevor wir unsere Position im Vergleich zu den anderen richtig einschätzen können."

Worte wie sie Ralfs Teampartner Jarno Trulli ebenso leicht von den Lippen gehen: "Ich bin zuversichtlich, dass der TF106 ein starkes Ergebnis erzielen kann, aber wie immer werden wir das erst herausfinden, wenn wir am Wochenende auf die Strecke gehen."

Schwierigkeiten mit seinem Technikchef bekommt Jarno für diese Einschätzung sicherlich nicht. Denn auch dieser schließt sich den Aussagen seiner Fahrer an: "Im letzten Jahr haben wir uns für die erste Startreihe qualifiziert und sind danach Zweier geworden. Natürlich würden wir dieses Ergebnis gerne wiederholen, aber zu diesem Zeitpunkt ist es schwierig vorherzusagen, wo wir stehen."

Zumindest Ralf erlöst uns aus den nichts sagenden Vorhersagen des weiß-roten Trios: "Wir hoffen aus den ersten Rennen einige Punkte mitnehmen zu können." Die Grundlage dafür hätte man bei den Wintertests gelegt, die sich vor allem um "die Zuverlässigkeit" drehten und dabei gute Ergebnisse einbrachten.

Erneut ein Thema, bei dem Ralf die Zustimmung seines Technischen Direktors erntet. "Der TF106 war bislang sehr zuverlässig und es gab keine größeren mechanischen Probleme. Deshalb sind wir zuversichtlich." Ob sich diese Zuversicht am kommenden Sonntag in WM-Zählern auszahlen wird, erfahren wir wenn am Bahrain International Circuit das rote Licht ausgeht und die Saison endlich freigegeben wird. Oder wie unsere britischen Kollegen zu sagen pflegen: When the flag drops, the bullshit stops.