Nur wenige Tage vor dem ersten Grand Prix der neuen Saison sieht Red Bull-Pilot Christian Klien dem Saisonstart recht skeptisch entgegen. Der österreichischen Agentur APA gegenüber gab der 23-jährige zu, dass sein Team noch immer mit Motorproblemen zu kämpfen hat.
"Als wir das Auto zum ersten Mal getestet haben, konnten wir nur zwei oder Runden am Stück fahren." Die Ingenieure mussten daraufhin die Seitenkästen und Kühler des RB2 gründlich modifizieren, um eine bessere Motorkühlung zu gewährleisten.
Da Ferrari das gleiche System benutzt ist Klien sicher, dass sich die Scuderia auch den gleichen Problemen gegenübersieht. "Ferrari hat genau die gleichen Probleme, die wir haben." Ein Platz unter den ersten acht in der Startaufstellung sollte zwar möglich sein, die Zuverlässigkeit muss laut Klien aber noch sehr verbessert werden.
Red Bull Besitzer Dietrich Mateschitz geht sogar noch einen Schritt weiter. Er befürchtet, dass sein Junior-Team Scuderia Toro Rosso am kommenden Wochenende besser abschneiden könnte als Red Bull Racing. Er gestand den Salzburger Nachrichten, dass der leistungsreduzierte Cosworth V10-Motor einen klaren Vorteil gegenüber dem unzuverlässigen Ferrari V8 hätte. "Sie (Toro Rosso) haben keine Zuverlässigkeitsprobleme mit dem Motor. Mit der Zeit wird der V8 aber stärker und auch zuverlässiger werden und wir werden wieder einen Vorteil haben."
Punkte werden für Red Bull Racing beim Saisonstart wohl außer Reichweite liegen. "Am Anfang hat Toro Rosso wahrscheinlich sogar bessere Chance, in die Punkte zu fahren als Red Bull." Das volle Potential des Ferrari V8 Kundenmotors werde sich erst im Laufe der Zeit zeigen, sobald die Zuverlässigkeitsprobleme gelöst seien. "Ich denke, eine Menge Teams werden am Anfang Motorprobleme haben. Vielleicht wird der neue Cosworth sogar der Beste von allen sein."

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