In genau einer Woche fällt in Bahrain der Startschuss zur Formel 1-Saison 2006. Wenn am Freitag die Motoren zum ersten freien Training auf dem Bahrain Sakhir International Circuit angelassen werden, wird sich zeigen, wie gut die Teams ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Michael Schumacher ist sicher, dass sein Ferrari Team auf alle Fälle wieder ein Wort um die Weltmeisterschaft mitreden wird. In einem Interview mit dem britischen Magazin Autosport gab sich der Deutsche äußerst optimistisch. "Ich denke, wir werden einen engen Kampf zwischen vier Teams sehen: Renault, Ferrari, Honda und McLaren-Mercedes." Ob die Scuderia am Ende des Jahres die Nase ganz vorne haben wird, bliebe aber abzuwarten.

Nach einer sehr antäuschenden Saison 2005 und nur einem einzigen Sieg beim Skandalrennen in Indianapolis geht der 7-fache Weltmeister dieses Jahr davon aus, dass er seine eigene Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben kann. "Wenn man die Wintertestes betrachtet, sieht man schon, dass wir ziemlich konkurrenzfähig sind. Wir sind bei den Rundenzeiten unter den Schnellsten und das ist sehr viel versprechend."

Ein Himmel auf Erden

Im Gegensatz zum F2005 sei der neue 248 F1 wieder ein Siegerauto. "Ich habe dieses Jahr ein viel besseres Gefühl. Ich bin viel motivierter und glücklicher mit dem Auto. Ich weiß, ich kann damit wieder mitkämpfen und das ist ein schönes Gefühl."

Nach den ganzen Misserfolgen im vergangenen Jahr, hätte seine Motivation gegen Ende der Saison doch etwas gelitten, gab er zu. "Nach einer Erfolgsgeschichte, wie wir sie hatten, eine solch harte Saison durchzumachen laugt einen aus."

In seinem 15. Jahr in der Königsklasse will der 37-jährige aber wieder voll angreifen. "Wenn das Ergebnis stimmt, ist es phantastisch. Es ist das schönste Gefühl überhaupt - wenn man weiß, man hat wirklich alles gegeben. Man saugt jede Möglichkeit auf dessen was das Auto, die Reifen und der Motor einem geben können. Das gibt einem die Möglichkeit, das letzte aus allem herauszuholen. Dann hat man auch dieses gewisse Gefühl," schwärmte er. "Man weiß genau, wann man es erreicht hat und wann nicht. Man weiß es sofort - man bekommt das Feedback sofort. Wenn man das hat, ist es wie im Himmel!"

Die Zuverlässigkeit stimmt

Michael Schumacher weiß, dass seine Konkurrenten während des Winters nicht geschlafen haben, aber auch Ferrari scheint die anfänglichen Kinderkrankheiten überwunden zu haben. "Das Auto scheint sehr konkurrenzfähig zu sein," erklärte er gegenüber der Gazzetta dello Sport, "und wird haben die Probleme wohl gelöst. Ich glaube, dass wir auf dem gleichen Level sind wie die Konkurrenz. Wir sind schnell, aber die anderen sind das offenbar auch."

Außerdem sei das Auto auch sehr zuverlässig. "Am Dienstag haben wir zwei Grand Prix Distanzen abgespult, ohne jegliche Probleme und auch der Speed hat gestimmt. Wir wären gerne noch mehr Kilometer gefahren, aber das Wichtigste war, bestimmte Probleme zu lösen und das haben wir auch."

Schumachers Ziel für diese Saison steht auf alle Fälle fest: Den achten WM-Titel zu gewinnen. "Es ist wichtig, dass wir von Beginn an schnell sind und gewinnen können. Natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir uns zweifellos in einer besseren Situation befinden als vergangenes Jahr."