Regen, Reifensorgen und eine lange Startverschiebung begleiteten das Formel-1-Rennen in Malaysia. Sie boten aber auch die perfekte Kulisse für einen Grand Prix, bei dem Erfahrung und fahrerisches Talent einen großen Unterschied machen konnten. Nicht ohne Grund lieferten die drei erfolgreichsten Fahrer im aktuellen Feld jeweils eine sensationelle Vorstellung ab und bekamen bei den Fahrernoten den gerechten Lohn dafür. Das Resultat ist ein Ranking-Podium mit nicht weniger als 13 WM-Titeln.

Beste Formel-1-Fahrer in Malaysia: Das Gigantenpodium schlechthin

Die Rede ist natürlich von Max Verstappen, Lewis Hamilton und Fernando Alonso, die in Malaysia alle auf ihre eigene Art weltmeisterliche Vorstellungen ablieferten und von der Redaktion einhellig mit Bestnoten bewertet wurden. Als einziger Fahrer übrigens: Kein anderer Pilot durfte sich beim Bahrain-GP auch nur über einen Einser aus der Redaktion freuen.

Formel 1 im Schleichmodus! Dieser Software-Bug legte die F1 lahm (10:13 Min.)

Den Unterschied konnten also die Leser machen, bei denen ebenfalls Verstappen, Hamilton und Alonso auf den ersten drei Plätzen landeten – und zwar in jener Reihenfolge. Am besten schnitt bei ihnen nämlich der vierfache Formel-1-Weltmeister ab, der den Bann brach und nicht nur seinen ersten Grand-Prix-Sieg in dieser Saison feierte, sondern auch den ersten für Red-Bull-Powertrains als Motorhersteller.

Zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso entwickelte sich ein hartes Duell um die zweite Position. Dieses ging schließlich mit Lesernoten von 1,58 zu 1,64 an den Asturier, der mit seiner Fahrt auf Platz 8 auf einen Schlag das Punktekonto seines Teams mehr als verdoppelt hatte. Da nutzte auch die beeindruckende Aufholjagd von Hamilton nach einem fehlgeschlagenen Reifenpoker nichts. Mit bereits deutlichem Abstand dahinter folgen Kimi Antonelli und Liam Lawson auf den Rängen 4 und 5. Mitleidsnoten gibt es im Ranking hingegen keine: George Russell kam auch nach seinem Ausfall nicht über einen Platz im Mittelfeld hinaus, nachdem er schon früh im Rennen von seinem Teamkollegen auf der Strecke überholt wurde.

P.FahrerNote
1Verstappen1,17Beste Note der Saison
2Alonso1,29 Zweites Podium 2026
3Hamilton1,32Erstmals seit dem Barcelona-GP unter 2

Schlechteste Formel-1-Fahrer in Malaysia: Das Ranking verzeiht keine Fehler

Fahrfehler gab es bei den kniffligen Bedingungen beim Formel-1-Rennen in Malaysia zuhauf. Die schwerwiegendsten davon wurden im Ranking richtig abgestraft. Allen voran Valtteri Bottas' unerzwungener Abflug im ersten Stint, der ein bis dahin solides Wochenende, an dem er Sergio Perez im Qualifying besiegt hatte, mal wieder zu einem Desaster werden ließ. Langsam scheinen sowohl die Leser als auch die Redaktion die Geduld mit dem ehemaligen Mercedes-Piloten zu verlieren, der bei Cadillac über die Saison hinweg deutlich hinter Perez hinterherhinkt.

Gabriel Bortoleto bekam die Rechnung für seinen ungelenken Abschuss von Carlos Sainz präsentiert, indem er auch über einen Notenschnitt von 4 geriet. Lando Norris wäre wohl in ähnliche Sphären gekommen, wenn er bei seiner Unachtsamkeit hinter dem Safety Car jemanden mitgerissen hätte. Aber auch so bekam er mit 3,73 nach Baku zum zweiten Mal in Serie eine ordentliche Abfuhr erteilt.

P.FahrerNote
20Norris3,73Zweites Rennen in Folge über 3,7 (Baku: 3,87)
21Bortoleto4,03Schlechteste Note seit Las Vegas 2025
22Bottas4,52Erstmals in dieser Saison Letzter

Härtefälle in Malaysia: So denken die Formel-1-Redakteure

Christian Menaths positiver Härtefall: Max Verstappen
Verstappen und Red Bull waren in Malaysia das stärkste Paket. Isack Hadjar hat im Rennen gezeigt, dass es keineswegs nur das Auto war. Die Bedingungen machten es Verstappen alles andere als einfach. Nach dem verhunzten Start überholte er beide Mercedes auf der Strecke und ließ den Sieg auch nach dem späten Safety Car nie anbrennen. Das war großes Kino.

Christian Menaths negativer Härtefall: Lando Norris
Der Weltmeister fährt in diesem Jahr eigentlich besser als in seiner WM-Saison. Zuletzt gefällt er mir aber gar nicht. Die Performance ist schlecht, im Qualifying schlug er diesmal Piastri wieder, wenn auch nur knapp. Aber er macht zur Zeit zu viele Fehler. Seine Unaufmerksamkeit am Ende hinter dem Safety Car hätte durchaus in einem bösen Unfall enden können.

Florian Niedermairs positiver Härtefall: Fernando Alonso
Fernando Alonso liegt jetzt in der Fahrer-WM gleichauf mit Carlos Sainz, Nico Hülkenberg und Esteban Ocon. Nicht weil der Aston Martin dorthin gehört, nicht einmal weil er selbst notwendigerweise dorthin gehört (das lässt sich in diesem Auto schlichtweg nicht beurteilen). Sondern einfach deshalb, weil der Asturier die magische Gabe besitzt, immer dann zur Stelle zu sein, wenn es etwas zu holen gibt. Ja, das ist zum Teil auch Glück. Aber von den Fehlern der Konkurrenz zu profitieren, muss gelernt sein und es geht am besten, wenn die Performance passt und man selbst eben keine Fehler macht. Alonso gelang beim Bahrain-GP beides.

Florian Niedermairs negativer Härtefall: Isack Hadjar
Isack Hadjar war am Sonntag das Paradebeispiel dafür, warum Formel-1-Rennen bei schwierigen Bedingungen und mit mehr Reifenverschleiß so wichtig sind, um gute Fahrer von den absoluten Toppiloten zu unterscheiden. Nicht zu seinen Gunsten allerdings. Bei keinem Team trennte sich in Malaysia so klar die Spreu vom Weizen wie bei Red Bull Racing. Hadjar war für den Großteil des Rennens etwa eine Sekunde langsamer als Verstappen und das mit genauso wenig Verkehr wie sein Teamkollege. Der Franzose mag verglichen mit seinen Vorgängern eine sehr gute Red-Bull-Premierensaison fahren, ein Reifengott ist er (noch) nicht.

Markus Steinrissers positiver Härtefall: Lewis Hamilton
Direkt auf der Formationsrunde auf den Tisch zu hauen und zurück auf Intermediates zu wechseln hätte Lewis Hamiltons Leben in diesem Rennen einfacher gemacht, aber das ist auch schon alles, was ihm in Malaysia anzukreiden ist. Tolles Qualifying, dann tolles Comeback vom strategischen Desaster, Überholmanöver auch im brustschwachen Ferrari. Das Trost-Podium hat er sich hart erarbeitet - und verdient. Hätten wir ihn bloß vom Start weg gegen Verstappen gesehen.

Markus Steinrissers negativer Härtefall: Gabriel Bortoleto
Sehr vielen waren in diesem Rennen sehr viele Kleinigkeiten anzulasten. War jemand richtig schlecht? Gabriel Bortoletos unbeholfener Schubser gegen Carlos Sainz war jetzt nicht völlig daneben, und nach dem Rennen nahm Bortoleto auch die Funk-Kritik an Sainz zurück und die Verantwortung auf sich. Es war einfach aber auch ein ungeschicktes, unnötig übermütiges Manöver zu dem Zeitpunkt in einem Rennen, in dem Audi sicher Chancen auf Punkte hatte - wenn man fehlerfrei geblieben wäre.

Alle Noten der F1-Redakteure zur Formel 1 in Malaysia

P.FahrerMenathNiedermairSteinrisser
1Verstappen111
2Antonelli222
3Hamilton111
4Leclerc233
5Hadjar443
6Piastri332
7Lawson222
8Alonso111
9Norris443
10Lindblad223
11Hülkenberg233
12Stroll333
13Colapinto333
14Bearman222
15Ocon333
16Gasly333
17Sainz222
18Bortoleto444
19Perez334
20Russell333
Albon343
Bottas554
Rennen222

Wie gut war das Rennen der Formel 1 in Sepang?

Der Vorlauf zum ersten Grand Prix in Malaysia seit 2017 war peinlich für die Formel 1 und die FIA und er war frustrierend für die Fans. Nach dem Start entschädigte uns der Bahrain-GP allerdings dafür mit einem durchwegs gelungenen Rennen, von dem sich sowohl die Redaktion als auch die Leser gut unterhalten fühlten. Für absolute Bestnoten fehlte wohl bei der dominanten Fahrt von Max Verstappen die Spannung im Kampf um den Sieg, aber für eine 2 reichte es sowohl bei den Lesern als auch in der Redaktion.

  • Lesernote Rennen: 1,97
  • MSM-Note Rennen: 2
  • Gesamtnote Rennen: 1,99

Bester F1-Fahrer 2026: Der Verstappen-Zug rollt auf Antonelli zu

Seitdem der Red Bull wieder für Podien und nun auch für Siege fähig ist, fährt sich Max Verstappen in einen Rausch. Das zeigt sich in der Fahrer-WM, wo er langsam zu den Verfolgern von Kimi Antonelli aufschließt. Im Ranking ist er schon einen deutlichen Schritt weiter und heizt dem Italiener richtig ein. Sowohl in der Punktewertung als auch gemessen am Notenschnitt befindet er sich schon in Schlagdistanz zum Mercedes-Fahrer. Lando Norris muss hingegen nach seinem zweiten Pleiten-Wochenende in Serie ordentlich Federn lassen.

So funktioniert das MSM-Fahrerranking

Langjährige MSM-Leser kennen das Ranking bereits, das inzwischen bewährte System der Vorjahre geht 2026 bereits in sein achtes Jahr. Direkt nach dem Zieleinlauf jedes Grand Prix rufen wir euch in unserem Formel-1-Liveticker zum Rennen und hier im Artikel zur Benotung aller 20 Piloten auf. Bis zum nächsten Mittag (bei abendlichen Übersee-Rennen auch länger) könnt ihr bewerten, was das Zeug hält.

Aus dem Mittelwert eurer Noten ergibt sich für jeden Fahrer eine Lesernote. Parallel zu euch benoten auch wir, die MSM-F1-Crew rund um Christian Menath, Florian Niedermair und Markus Steinrisser, ebenfalls die Leistungen aller Fahrer an dem betreffenden Wochenende. Auch aus unseren Urteilen bilden wir einen Mittelwert - die MSM-Note. Die Gesamtnote entsteht im letzten Schritt durch den Mittelwert aus User- und MSM-Note zu gleichen Teilen. Bei Gleichstand im finalen Ranking entscheidet die beste Einzelnote.

Als kleines Extra liefert jeder Redakteur seine persönlichen Härtefälle des Wochenendes, indem er wählt und erklärt, welcher Fahrer ihm besonders aufgefallen ist. Einmal im positiven und einmal im negativen Sinn. Online geht das Gesamtergebnis immer um 18:00 Uhr am Tag nach dem Rennen.