Charles Leclerc bekommt beim zweiten Training der Formel 1 in Malaysia die Bestzeit auf dem Silbertablett serviert und sichert sich diese mit einer Zeit von 1:37,528 auch. Allerdings muss die schnellste Zeit mit einem Sternchen versehen werden. Der prognostizierte Regen und die reifenbelastende Strecke, auf der dem Qualifying nicht viel Bedeutung zukommt, warfen das übliche FP2-Programm etwas über den Haufen.
Anstatt zuerst für Hotlaps auszurücken und dann auf den letzten Minuten Longruns zu fahren, drehten die meisten Formel-1-Teams schon vorher ihre Longruns und sparten sich die Qualifying-Anläufe komplett. Darunter nicht nur die beiden Mercedes, die weiterhin vorwiegend damit beschäftigt waren, ihre Updates auszusortieren, sondern auch Max Verstappen.
Das Ergebnis: Leclerc umrundete den Sepang International Circuit in einer Zeit von 1:37,528 und setzte sich damit um 0,099 Sekunden von Isack Hadjar ab. Lando Norris belegte mit 0,137 Sekunden Rückstand die dritte Position. Verstappen wurde mit nur 0,257 Sekunden Rückstand Vierter, obwohl er im gesamten Training nur die Medium-Reifen aufgesteckt hatte und nach einem Problem mit seinem Sitz viel Zeit an der Box verbrachte.
Lewis Hamilton komplettierte die Top-5 vor Oscar Piastri. Die beiden Mercedes-Fahrer sortierten sich mit rund einer halben Sekunde Rückstand auf den Rängen 7 (Russell) und 8 (Antonelli) ein. Die ersten zehn wurden abgerundet von Liam Lawson und Pierre Gasly. Platz 12 und 13 gab es für Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg im Audi.
Audi mit technischen Problemen
Zwischenfälle: Etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende der FP2-Session stellte Gabriel Bortoleto seinen Audi mit einem offenkundigen technischen Problem zwischen Kurve 8 und 9 am Streckenrand ab, nachdem offenbar das Getriebe aus dem Gang gesprungen war. Der Brasilianer meldete, dass es kein "normales" Problem gewesen sei und er deshalb so schnell wie möglich geparkt hatte.
Große Aufreger gab es in der Trainingssession ansonsten keine. Der wohl größte war eine Aktion von Lewis Hamilton im Ferrari, der aufgrund von schlechter Spiegelsicht auf einer langsamen Runde vor Bortoleto die Linie kreuzte und so den Audi-Piloten abdrängte. Eine Untersuchung dafür wurde eingeleitet.
Sowohl Bortoleto als auch Esteban Ocon gerieten im Laufe des Trainings neben die Strecke und setzten stark auf, was bei den jeweiligen Teams Sorgen um den Unterboden auslöste. Einen bestätigten Schaden am Unterboden vermeldete Ferrari bei Charles Leclerc. Eine weitere kleine Problemstelle war die letzte Kurve, wo Fahrer nach einem Verbremser rechts des Pöllers für die Boxengasseneinfahrt blieben und somit unabsichtlich zu einer Durchfahrt der Boxengasse kamen.
90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit - trotzdem kein Regen
Das Wetter: Zu Beginn des Trainings war das Wetter das große Thema. Trotz der trockenen Bedingungen war der Himmel äußerst dunkel und die Regenwahrscheinlichkeit wurde auf 90 Prozent beziffert. Zu Trainingsbeginn wurden 33 Grad Celsius gemessen, auf der Streckenoberfläche waren es sogar 61 Grad. Doch die nassen Prognosen verzögerten sich immer weiter, bis der Regen schließlich vollkommen ausblieb.



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