Auftakt nach Maß für die Ferrari-Fans in Monza. Die Tifosi durften zum Auftakt des Italien-Wochenendes gleich beobachten, wie beide Ferraris die schnellsten Zeiten fuhren. Charles Leclerc sicherte sich vor Lewis Hamilton die Bestzeit im Königlichen Park. Liam Lawson, der erneut Isack Hadjar im Red Bull ersetzt, sorgte für eine kleine Überraschung, Cadillac für eine Unterbrechung.
Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:23,008 konnte Leclerc im ersten Formel-1-Training des Wochenendes gegenüber dem restlichen Feld den Ton vorgeben. Allen voran Lewis Hamilton, der sich 0,173 Sekunden dahinter einreihte. George Russell belegte die dritte Position mit bereits drei Zehntelsekunden Rückstand, ehe sich Liam Lawson auf P4 schob und damit das Mercedes-Duo sprengte. Antonelli beendete FP1 auf P5. Dass der Italiener am Sonntag eine Startplatz-Strafe bekommen wird, wurde während des Trainings von der Rennleitung final bestätigt.
McLaren startet mit Rückstand
Noch keine überzeugenden Zeiten zeigte McLaren. Lando Norris kam mit über sieben Zehntelsekunden Rückstand nicht über P6 hinaus, Oscar Piastri landete sogar nur auf dem elften Rang. Dazwischen reihten sich Arvid Lindblad (P7), Gabriel Bortoleto (P8), Franco Colapinto (P9) und Paul Aron ein. Nico Hülkenberg beendete FP1 auf Platz 13.
Freitagsfahrer: Gleich vier Teams nutzten das FP1 in Monza dafür, um eines von vier verpflichtenden Rookie-Trainings durchzuführen. Von diesen war Paul Aron in Pierre Gaslys Alpine der Schnellste und landete auf P10. Albon-Ersatz Luke Browning sicherte sich P15, während Ayumu Iwasa in Max Verstappens Red Bull P17 belegte. Für Colton Herta im Cadillac endete das Training schon sehr früh (mehr dazu unter Zwischenfälle), er wurde dementsprechend Letzter.
Colton Herta: Cadillac-Ersatz sorgt für Rot
Die Zwischenfälle: Cadillac-Ersatzpilot Colton Herta stellte sein Auto nach etwa 18 Minuten mit einem mutmaßlichen hydraulischen Defekt am Streckenrand ab und konnte während der anschließenden VSC-Phase nicht weggerollt werden. Die Folge war eine rote Flagge, um das gestrandete Fahrzeug zu bergen. Diese Unterbrechung dauerte elf Minuten an.
Wie so oft in Monza gab es eine Reihe von kleineren Verbremsern. Eine kuriose Situation ereignete sich etwas mehr als 20 Minuten vor Schluss in Kurve 1, als sich Kimi Antonelli, Lando Norris und Carlos Sainz direkt hintereinander vertaten und durch die Auslaufzone gingen. Zudem gab es mehrfach Verkehrsprobleme, als sich Piloten von anderen blockiert fühlten. Strafen wurden aber keine verhängt.
Die Technik: Haas war das einzige Team, das in Monza mit einem groß angelegten Update-Paket an die Strecke kam. Vom Unterboden, über die Motorabdeckung bis zur Hinterachse wurde der VF-26 signifikant angepasst. Während fast alle Teams streckenspezifische Upgrades im Gepäck hatten (nur Audi brachte gar nichts mit), sorgten vor allem die Racing Bulls und McLaren mit einem neuen Macarena-Flügel für Aufregung - bisher hatten nur Red Bull und Ferrari einen solchen in Verwendung.
Das Wetter: Das Monza-Wochenende ist eine wahre Hitzeschlacht, weshalb bereits am Donnerstag eine Hitzewarnung dafür ausgegeben wurde. Das erste Training gab bereits einen Vorgeschmack darauf, auch wenn es in den nächsten Tagen noch signifikant heißer werden soll: 31 Grad Celsius zeigte das Thermometer am Ende des Trainings an, auf bis zu 54 Grad stieg die Streckentemperatur.



diese Formel 1 Nachricht