George Russell brachte seine Pole-Position mit einer souveränen Performance über die Ziellinie und sicherte sich den Sprintsieg in Zandvoort. Der Mercedes-Pilot lieferte einen starken Start ab und war danach nicht mehr einzuholen. Lando Norris lag zwischenzeitlich zwar weniger als eine Sekunde hinter ihm, musste sich nach etwa der Hälfte des Sprints aber nach hinten verteidigen.

Norris hatte mit Grip-Probleme an den Hinterreifen zu kämpfen, wodurch Charles Leclerc im Ferrari zu ihm aufholen konnte. Nach rundenlanger Verfolgung konnte der Monegasse schlussendlich in Runde 18 an seinem Vordermann in Kurve 1 vorbeigehen und lieferte damit eines der wenigen Überholmanöver in diesem Sprint ab. Doch selbst mit der weichen Reifenmischung konnte Leclerc Russell nicht gefährlich werden, womit er am Ende als Zweiter über die Ziellinie fuhr. Lando Norris beendete den Sprint als Dritter.

Dahinter versuchte Kimi Antonelli, der am Start bereits an Oscar Piastri vorbeigehen und einen Platz gutmachen konnte, noch den letzten Podestplatz zu ergattern. Die eher überholfeindliche Strecke, seine abbauenden Reifen und schlussendlich auch noch leichter Regen machten ihm das Vorhaben aber sichtlich schwer. Platz vier und die damit verbundenen fünf Punkte nahm der WM-Leader aber dennoch dankend mit.

Zwischen Antonelli und Oscar Piastri, der den Sprint auf dem fünften Platz beendete, klaffte bereits eine Lücke von fast fünf Sekunden. Auch er hatte, wie sein Teamkollege, mit dem fehlenden Grip zu kämpfen. Dadurch konnte Max Verstappen gegen Ende des Sprints auf den McLaren-Piloten aufholen. Ein Überholmanöver blieb aber auch ihm verwehrt. Somit beendete der Niederländer seinen ersten und einzigen Sprint auf dem sechsten Platz. Dahinter kam Lewis Hamilton als Siebter ins Ziel.

Den letzten Punkt in diesem Sprint sicherte sich Pierre Gasly. Der Alpine-Pilot bekam für Zandvoort das große neue Update, wodurch er sich bereits im gestrigen Sprint-Qualifying in eine gute Ausgangsposition bringen konnte. Er kam zwar mit 42 Sekunden Rückstand auf Russell über die Ziellinie, war aber dennoch der Beste aus dem Mittelfeld und beendete den Sprint auf dem achten Platz.

Formel 1 in Zandvoort: Das Sprint-Ergebnis

PositionNameTeam
1George RussellMercedes
2Charles LeclercFerrari
3Lando NorrisMcLaren
4Kimi AntonelliMercedes
5Oscar PiastriMcLaren
6Max Verstappen Red Bull
7Lewis HamiltonFerrari
8Pierre GaslyAlpine
9Gabriel BortoletoAudi
10Arvid LindbladRacing Bulls
11Liam LawsonRed Bull
12Franco ColapintoAlpine
13Yuki TsunodaRacing Bulls
14Esteban OconHaas
15Oliver BearmanHaas
16Alex AlbonWilliams
17Lance StrollAston Martin
18Fernando AlonsoAston Martin
19Valtteri BottasCadillac
20Carlos SainzWilliams
21Sergio PerezCadillac
DNFNico HülkenbergAudi

Die Aus- und Vorfälle des Sprints in Zandvoort

Noch vor dem Start des Sprints erwischte es bereits Sergio Perez im Cadillac. Der Mexikaner wurde von seinem Team aus der Startaufstellung in die Boxengasse zurückgeschoben und konnte den Sprint erst einige Runden später aufnehmen. Dadurch beendete er das Kurzrennen mit drei Runden Rückstand auf den Führenden.

Der noch größere Verlierer dieses Sprints war aber Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot fiel bereits am Start durch einen technischen Defekt von Position 14 auf 17 zurück. Welches Problem den Leistungsverlust genau hervorrief, konnte Audi nach dem Sprint noch nicht feststellen. Für Hülkenberg war der Sprint aber bereits nach sechs Runden vorbei. Erst ganz zum Schluss wurde er für zwei Testrunden noch einmal auf die Strecke geschickt. Durch seinen Rückstand von sieben Runden wurde er jedoch nicht im Ergebnis klassifiziert und als Ausfall gewertet.

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