Nach seinem Formel-2-Titelgewinn Ende November sagte Leonardo Fornaroli noch: "Meine Rolle für nächstes Jahr ist sicher, so viel kann ich sagen. In den nächsten Wochen werdet ihr es erfahren." Wenige Tage später nahm ihn McLaren in sein Juniorprogramm als Test- und Entwicklungsfahrer auf, jetzt wurde der finale Schritt bekanntgegeben. Am Donnerstagnachmittag bestätigte McLaren Fornaroli als Reservefahrer für die Formel-1-Saison 2026.

"Ich freue mich sehr, als Reservefahrer eine größere Rolle bei McLaren zu übernehmen. Es ist ein aufregender nächster Schritt in meiner Reise und ich freue mich schon, etwas zu so einem erfolgreichen Weltmeister-Team beizutragen", ließ sich der F2-Champion in der Presseaussendung zitieren. Er ist für die Rolle des Reservefahrers nicht allein zuständig: Seit 2024 sitzt der IndyCar-Pilot Patricio O'Ward ebenfalls auf der McLaren-Ersatzbank.

Fornaroli wird neben seinen Verpflichtungen als Reservefahrer auch intensiv am Simulator in Woking arbeiten. Das soll nicht nur seine Fähigkeiten weiterentwickeln, sondern auch McLaren beim Start in das ungewisse neue Reglement unterstützen. Mit dem 21-jährigen Italiener hat sich die Papaya-Truppe ein vielversprechendes Talent geangelt. Wie schon McLaren-Stammpilot Oscar Piastri sicherte sich Fornaroli den Meistertitel in der Formel 3 und Formel 2 hintereinander – beide Male in seiner ersten Saison.

Volles Programm: Das machen die McLaren-Junioren 2026

Neben der Bekanntgabe von Fornaroli als Reservefahrer verkündete McLaren auch die Programme seiner anderen Junior-Piloten für das Jahr 2026. O'Ward wird weiterhin Formel-1-Reservefahrer bleiben und seinen Einsatz in der IndyCar-Serie fortführen. Der seit Dezember verpflichtete Richard Verschoor wird zu McLarens Zukunft in der WEC ausgebildet: Der Niederländer tritt 2026 in der European Le Mans Serie mit Duqueine Racing an. Dazu wird er Tests in verschiedenen Rennserien des McLaren-Portfolios absolvieren, sagte der britische Rennstall.

Für die F1 Academy schickt die Mannschaft aus Woking 2026 gleich zwei Fahrerinnen ins Rennen: Ella Lloyd wird ihre zweite Saison mit Rodin Motorsport fahren, ihre Teamkollegin wird Ella Stevens. Sie kam im November zum McLaren-Juniorprogramm, nachdem sie mehrere Erfolge in Kart-Serien feierte. Der Rennstall um CEO Zak Brown hatte seinen Einsatz in der Nachwuchsserie Ende 2025 verdoppelt.

Matteo de Palo debütiert in diesem Jahr mit Trident Motorsport in der Formel 3. 2025 wurde der 18-Jährige Vizemeister in der Formel Regional Europameisterschaft und wurde ins McLaren Driver Development Programme aufgenommen. Der Belgier Dries Van Langendonck steigt Vollzeit in die Formel Winter Series und die britischen Formel 4 auf. Letztes Jahr nahm der erfolgreiche Kart-Fahrer bereits an einem F4-Rennen in England teil und gewann bei seinem Debüt, wodurch er der jüngste Sieger der britischen Serie ist.

Christian Costoya macht ebenfalls den Sprung vom Kart in die Formel 4, wird in der italienischen Meisterschaft, der Euro 4 Meisterschaft und der Formel 4 Middle East Meisterschaft teilnehmen. Für Ella Häkkinen, Tochter des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Mika Häkkinen, steht 2026 intensives Monoposto-Training im Fahrerentwicklungsprogramm auf dem Plan, um sie auf einen Formel-4-Einstieg 2027 vorzubereiten.

Die Formel-1-Launches 2026 stehen bevor. Was können sich Fans von den Präsentationen und den Testfahrten erwarten? Die Motorsport-Magazin.com-Redakteure Christian und Florian ordnen ein. Jetzt anschauen!

F1 2026: Launches & Testfahrten - Was verbergen die Teams? (32:00 Min.)