Die Gerüchteküche rund um Max Verstappens Zukunft in der Formel 1 brodelt in den Sommermonaten. Der Niederländer verfügt zwar über einen Vertrag bei Red Bull bis 2028, aber er wird regelmäßig mit Mercedes in Verbindung gebracht. Ein klares Bekenntnis für einen Verbleib bei den Bullen lieferte er bislang keines.
Ex-Formel-1-Rennsieger Juan Pablo Montoya hat sich nun auch zu den Wechselgerüchten geäußert. Er geht nicht nur davon aus, dass Verstappen Red Bull verlassen wird, sondern auch davon, dass der Deal schon durch ist. Eine Bestätigung dieser Annahme glaubt er in dessen Verhalten in der dreiwöchigen Pause zwischen dem Formel-1-Rennen in Silverstone und dem Belgien-GP zu erkennen.
Max Verstappen und Toto Wolff in Sardinien: Montoya glaubt nicht an Zufall
"Letzte Woche [nach dem Silverstone-Rennen] ging Max nicht mehr direkt zu seinem Team, um ihnen zu sagen, dass alles in Ordnung sei. Stattdessen machte er sich auf, mit Toto Wolff zu sprechen", argumentierte Montoya in seinem Podcast von AS Colombia.
Der Hintergrund: Sowohl Verstappen als auch der Mercedes-Teamboss hatten die vorgezogene Sommerpause genutzt, um nach Sardinien zu reisen. Das sorgte bei vielen F1-Beobachtern für Schnappatmung, da natürlich der Verdacht aufkam, dass es ein Treffen zwischen den beiden gegeben haben könnte.
Bestätigt wurde so ein Aufeinandertreffen nicht, es könnte sich also einfach um einen Zufall gehandelt haben. Montoya geht offenbar davon aus, dass dieses stattgefunden habe und schreibt ihm eine hohe Bedeutung zu. "Wenn Max sich mit Toto trifft, dann geht es wahrscheinlich um die Unterschrift", vermutet Montoya.
"Dass es zu diesem Gespräch kommt, liegt daran, dass sie bereits die Verträge gesehen haben und alles schon entschieden ist", fügte er hinzu. Gerüchte um eine eigene Pressekonferenz von Verstappen in Spa würden da ins Bild passen. Nur: Handfest ist davon nichts.
Verstappen und Russell bei Mercedes? Das glaubt Juan Pablo Montoya
Der Kolumbianer hat auch schon eine Theorie parat, wie ein möglicher Verstappen-Wechsel den Transfermarkt auf den Kopf stellen könnte. Er glaubt nicht an einen direkten Tausch von George Russell, der anstelle des vierfachen Weltmeisters in Brackley Platz macht und zu Red Bull gehen könnte. Stattdessen hat er ihn als Teamkollegen von Verstappen auf dem Zettel.
"Falls Mercedes George nicht abgibt, dann wird Red Bull wahrscheinlich Carlos Sainz verpflichten", vermutet Montoya. Kimi Antonelli würde demnach in der Karriereleiter nach einem Jahr bei Mercedes um einen Schritt zurückgehen und wieder bei Williams geparkt werden. Der Italiener hatte bisher in seiner ersten Formel-1-Saison trotz einzelner Erfolgsmomente keine Chance gegen Russell, an der Seite von Max Verstappen würde es für ihn kaum leichter werden.
Aber derzeit sind das alles nur Spekulationen. Unklar ist nach wie vor, wie Verstappen aus seinem Red-Bull-Vertrag überhaupt aussteigen könnte. Ausstiegsklauseln existieren zwar, aber über die Details dazu ranken sich nur Gerüchte. Im Moment liegt er auf dem dritten Platz in der Fahrer-WM. Eine Klausel soll besagen, dass er freies Geleit hätte, sofern er sich bis zum Sommer (entweder Ende Juli oder Sommerpause) nicht in den Top-3 der WM befinden würde. Diese Klausel würde also derzeit nicht greifen.
Am kommenden Wochenende bei der Formel 1 in Spa wird auch Verstappen wohl erstmals dazu gefragt werden, was es mit Sardinien wirklich auf sich hatte. Mit dem 13. GP-Wochenende in Belgien beginnt die zweite Saisonhälfte 2025. Alle Infos zum Rennwochenende findet ihr hier:



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