McLaren wird der Favoritenrolle beim Formel-1-Gastspiel in Spielberg gerecht. Lando Norris fuhr im 3. Freien Training zum Österreich GP 2025 Bestzeit und führte das Papaya-Duo an. 1:04,324 Minuten benötigte der WM-Zweite für die 4,326 Kilometer des Red Bull Rings. Max Verstappen erwies sich einmal mehr als erster Verfolger, hatte aber sichtlich zu kä,mpfen. Ferrari zeigte sich zwar stark verbessert, konnte McLaren aber auch nicht wirklich unter Druck setzen.
Das Ergebnis: Im Gegensatz zum Freitag lag das Feld etwas enger zusammen, in Anbetracht der kurzen Rundenzeit ging es aber nicht übermäßig eng zu. Eine gute Zehntelsekunde brummte Lando Norris seinem Teamkollegen Oscar Piastri auf Platz zwei auf, eine weitere Zehntelsekunde dahinter reihte sich Max Verstappen ein. Alle Zeiten wurden im Training für die Qualifikation auf Soft-Reifen gefahren, Verstappen nutzte aber aus taktischen Gründen (mehr dazu im Abschnitt Wetter) nur einen Satz der weichen Reifen.
Hinter Verstappen landete das Ferrari-Duo. Charles Leclerc kam sogar auf wenige Tausendstel an die Verstappen-Zeit heran, Lewis Hamilton lag zwei Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Das Mercedes-Duo kam nicht über die Plätze sechs für George Russell und sieben für Kimi Antonelli hinaus. Beiden fehlten rund sieben Zehntel. Lance Stoll, Yuki Tsunoda und Gabriel Bortoleto komplettierten die Top.-10. Nico Hülkenberg landete auf Rang 13.
Die Zwischenfälle: Man konnte sehen, dass die Piloten bereits für die Qualifikation trainierten und jeden Zentimeter der Strecke ausnutzten. Fast alle Fahrer fanden sich in den 60 Minuten irgendwo neben der Strecke wieder. Oscar Piastri übertrieb es in Kurve 9 so, dass er sich bei der Fahrt durchs Kiesbett den Unterboden beschädigte.
Auch Isack Hadjar übertrieb es spektakulär. Der Racing Bulle kam am Ausgang der Zielkurve etwas weit raus ins Kiesbett und drehte sich. Glücklicherweise drehte sich Hadjar nach innen in Richtung Strecke und hatte das Auto nach einem astreinen 360 wieder in Fahrtrichtung auf dem Asphalt. Max Verstappen machte es wenig später fast identisch nach, kam aber nicht ganz so weit raus und sparte sich den Ritt durchs Kiesbett. Der Niederländer hatte die ganze Session über mit einem ausbrechenden Heck zu kämpfen, vor allem in der Zielkurve überraschte ihn das Übersteuern mehrmals.
Yuki Tsunoda und Franco Colapinto machten es weniger spektakulär und elegant. Tsunoda drehte sich am Ausgang von Kurve 1 quer über die Strecke, Colapinto schaffte das Kunststück in Kurve 3. Beide blieben entgegen der Fahrtrichtung stehen, konnten die Fahrt aber wiederaufnehmen.
Das Wetter: Red Bulls Plan ging nicht auf. Weil die Bedingungen am Freitag nicht repräsentativ für das Rennen am Sonntag waren, sparte man sich die härteren Reifen für Longruns am Samstag auf. Allerdings zeigte sich das Wetter auch im 3. Training noch nicht besser. Unter dem stark bewölkten Himmel erhitzte sich der Asphalt auf lediglich 35 Grad Celsius, die Umgebungstemperatur betrug 24 Grad. Für das Formel-1-Qualifying heute (16:00 Uhr) sind ähnliche Bedingungen vorhergesagt, beim Rennen soll es deutlich heißer werden.



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