Am Montag ist es so weit. Dann wird im Werk von Red Bull Racing, im britischen Milton Keynes, endlich jener Mann sein Büro beziehen, den alle mit Spannung erwarten - Stardesigner Adrian Newey. Jener Adrian Newey, der bei Williams das letzte Weltmeister-Auto gebaut hat. Jener Adrian Newey, der den Silberpfeil von McLaren-Mercedes zum schnellsten Auto getrimmt hat. Und schließlich jener Adrian Newey, der schon längere Zeit eine neue Herausforderung gesucht hat, der schon einen Jaguar-Vertrag unterschrieben hat, weil ihn Niki Lauda, der damalige Teamchef bei den Red Bull-Vorgängern, unbedingt haben wollte - und ihm alle Freiräume geben wollte.
Jener Niki Lauda hat sich nun in der Kronen Zeitung zu Wort gemeldet. Es geht um die Frage, ob und wann sich der Einsatz von Adrian Newey auf den aktuellen Boliden, den unter der Leitung von Mark Smith gezeichneten Red Bull-Ferrari RB2, auswirken werde...
Lauda glaubt: "Beim jetzigen Auto wahrscheinlich ab Sommer." Doch der Österreicher schränkt ein: "Das hängt davon ab, wie der aktuelle Wagen läuft." Würde der RB2 Kinderkrankheiten aufweisen und am Anfang "nicht so perfekt" laufen, würde sich der Einfluss von Newey "eher bald" bemerkbar machen, sagt Lauda. Wenn der Bolide jedoch von Beginn an zufriedenstellend laufen würde, würde man den Einfluss von Newey eher später erkennen können.
Nächste Woche erlebt der Red Bull-Ferrari RB2 seinen ersten echten Test - im südspanischen Jerez werden sowohl die Einsatzpiloten David Coulthard und Christian Klien als auch Tester Robert Doornbos ins Lenkrad greifen. Den ersten echten Newey-Red Bull-Boliden werden wir im Jahr 2007 zu Gesicht bekommen. Das Team erwartet sich viel von dem sensiblen Techniker.

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