Lando Norris zeigte schon im 1. Freien Training zum Japan GP, dass McLaren auch in Suzuka das Team ist, das es zu schlagen gilt. Der Brite umrundete die teilweise neu asphaltierten 5,807 Kilometer des Suzuka International Racing Course in 1:28,549 Minuten und ließ damit George Russell im Mercedes knapp hinter sich.
Die Augen waren aber vor allem auf Yuki Tsunoda gerichtet. Der Lokalmatador fuhr seine erste offizielle Session für Red Bull Racing und zog sich mit Platz sechs mehr als achtbar aus der Affäre. Ihm fehlte nur eine Zehntelsekunde auf Max Verstappen.
Das Ergebnis: Die schnellsten Rundenzeiten wurden allesamt auf den Soft-Reifen erzielt. Anderthalb Zehntelsekunden fehlten Russell auf die Norris-Bestzeit. Dahinter reihte sich das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein. Die beiden hatten allerdings schon vier, respektive fünf Zehntel Rückstand.
Verstappen und Tsunoda sortierten sich in ihren weiß lackierten Red Bulls auf fünf und sechs ein, dem Weltmeister fehlte eine halbe Sekunde auf die Spitze. Fernando Alonso wurde Siebter, Isack Hadjar bestätigte den starken Eindruck der Racing Bulls der ersten beiden Rennen auf Rang acht. Kimi Antonelli und Carlos Sainz komplettierten die Top-10.
Oscar Piastri kam im zweiten McLaren ohne offensichtliche Probleme nur auf Rang 15. Der Australier bekam keine saubere Runde zusammen. Nico Hülkenberg landete im Sauber auf Rang 17 vor dem Haas-Duo Oliver Bearman und Esteban Ocon und vor seinem Teamkollegen Gabriel Bortoleto.
Die Zwischenfälle: Lando Norris hatte sichtlich mit der Zielschikane zu kämpfen. Immer wieder sah man den WM-Leader heftig über die Kerbs springen, bis er es schließlich übertrieb. Norris nahm den Innen-Kerb in der Linkskurve zu hart und verlor dadurch leicht das Heck. Der folgende kleine Ausritt am Ende der Schikane ins Kiesbett blieb ohne Folgen - der Brite fuhr kurz darauf Bestzeit.
Alexander Albon suchte das Kiesbett in der Haarnadel auf. Der Williams-Pilot verbremste sich leicht und untersteuerte in den Kies. Dabei behielt er aber noch ausreichend Schwung, um aus eigener Kraft wieder zurück auf die Strecke zu fahren. Kimi Antonelli tat es ihm am Ende der Session gleich.
Für Schmunzeln sorgte Carlos Sainz. "Denk daran, wir sind am Anfang der Boxengasse", funkte ihm sein Renningenieur, als der Spanier die Box aufsuchte. Doch der Spanier fuhr trotzdem vorbei und musste eine extra Runde drehen, um zu seinem Team zu kommen. Williams belegt in Suzuka die zweite Garage hinter Sauber, Ferrari - Sainz' Ex-Team - ist in der vorletzten Garage untergebracht.
Der Freitagsfahrer: Alpine macht Jack Doohan die Akklimatisierung an die Formel 1 denkbar schwer. Ausgerechnet auf der schwierigen Rennstrecke von Suzuka musste der Rookie das 1. Training aussetzen. Der japanische Toyota-Pilot Ryo Hirakawa, einer der zahlreichen Alpine-Ersatzfahrer, absolvierte die Session stattdessen. Die Aushilfskraft schlug sich mit Rang zwölf ordentlich, Stammfahrer Pierre Gasly war anderthalb Zehntel langsamer.
Das Wetter: Perfekte Bedingungen nicht nur für de Kirschblüte. Unter strahlend blauem Himmel blieb es mit 13 Grad recht kühl, das Asphaltband erhitzte sich aber auf 36 Grad Celsius. Am Samstagnachmittag haben die Meteorologen Regen angekündigt, der auch das Rennen am Sonntag beeinträchtigen könnte.



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