Dass Weltmeister Fernando Alonso für kolportierte 25 Millionen Euro Jahresgehalt ab 2007 bei McLaren-Mercedes unterschrieben hat, soll Kimi Räikkönen nicht geschadet haben - ganz im Gegenteil. So sieht es Formel 1-Experte Hans Joachim Stuck. Sein Gedanke: Weil Räikkönen für 2007 noch ohne Vertrag ist, könne er die Teams gegeneinander ausspielen und sein Gehalt in unsagbare Höhen treiben.

Stuck erklärte gegenüber dem Express: "Gehälter wie die 38 Millionen für Michael Schumacher wird es in der Formel 1 zwar nicht mehr geben, aber Kimis Management wird auf jeden Fall einen Drei-Jahres-Vertrag fordern und dafür mindestens 70 Millionen aufrufen." Daher glaubt der Deutsche: "Kimi hat in seinem Urlaub in Dubai bestimmt die Korken knallen lassen, als er vom Alonso-Deal hörte."

Kimi Räikkönen erklärte nur, dass seine Situation gleich geblieben sei, er keinen Vertrag über 2006 hinaus verfüge und die Entscheidung im kommenden Jahr treffen werde. Die Theorie von Hans Joachim Stuck funktioniert allerdings nur dann, wenn Räikkönen im kommenden Jahr seinen Stallkollegen Juan Pablo Montoya in den Schatten stellt. Der Kolumbianer hatte am Beginn seines Einstandsjahres bei McLaren-Mercedes Anlaufschwierigkeiten und eine verletzungsbedingte Zwangspause zu verkraften - im Laufe der Saison steigerte er seine Performance.

Sollte Kimi Räikkönen wie im abgelaufenen Jahr gegen JPM bestehen und zudem auch den Titel an Land ziehen können, würden ihm jedoch tatsächlich zahlreiche Türen offen stehen. Der Finne wird beispielsweise immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht, doch er würde dann auf sämtlichen Wunschlisten der Königsklasse stehen.