Ab 2025 wird die Formel 1 den Extrapunkt für die schnellste Runde streichen. Eingeführt wurde das System wieder 2021. Nach vier Jahren ist nun also wieder Schluss. Viele Fahrer freut das. Die schnellste Rennrunde sei mehr eine Belohnung für einen späten Boxenstopp und eine dazu passende Rennsituation. Carlos Sainz schlägt eine Alternative vor: Der zusätzliche Punkt sollte an den Polesitter vergeben werden.

Carlos Sainz: Punkt für schnellste Runde mehr ein Zufallsprodukt

Carlos Sainz ist ebenfalls kein Fan des zusätzlichen Punktes. "Aktuell geht der Punkt an denjenigen, der einen Gratis-Boxenstopp am Ende des Rennens einlegen kann. Es zeigt also nicht, wer der schnellste Mann auf der Strecke ist, sondern an jemanden, der glücklicherweise in der richtigen Rennsituation ist", so Sainz.

Der gerade zurückliegende Grand Prix der USA ist dafür das beste Beispiel. Esteban Ocon auf Position 18 fuhr die schnellste Rennrunde. Zwar gewann er keinen Punkt, da dieser nur an in den Top-10 liegende Piloten vergeben wird. Doch war er wohl kaum der eigentlich schnellste Pilot auf der Strecke.

Ein Rennen zuvor gab es gar eine Kontroverse rund um die schnellste Runde von Daniel Ricciardo, der durch einen Stopp am Ende des Rennens Lando Norris den Punkt für die schnellste Runde abnahm. "Ich war immer der Meinung, dass es ein nicht benötigter Punkt im Punktesystem war. Vor allem wegen der Art und Weise, auf die er gesammelt wird", so Sainz.

Sainz: Punkt für Pole Position wäre eine gerechte Belohnung

Der Alternativvorschlag seitens Sainz: Ein Punkt für die Pole Position. "Es zeigt, dass du vermutlich die sauberste Runde hattest. Du hast auch mehr Risiken in Kauf genommen. Du hast alles aufs Spiel gesetzt, um auf die Pole zu fahren. Einen Punkt dafür in so einem engen Feld zu vergeben, ergibt Sinn", erklärt der Ferrari-Pilot.

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Auch von Relevanz ist die Wichtigkeit der Runde. "Pole Positions haben in der Formel 1 eine enorme Bedeutung. Das Qualifying ist etwas, dem in den Medien eine gewisse Wichtigkeit eingeräumt wird. Und wir Fahrer mögen es, der schnellste zu sein", so Sainz.

Der einzige Haken ist die Situation im Formel-1-Feld selbst. Sollte es wie 2023 ein dominantes Team im Feld geben, würde der Punkt für die Pole-Position dem Team noch einen weiteren Vorteil verschaffen. "Dort ergibt es weniger Sinn. Dafür aber in dem idealen Szenario eines engen Feldes", so Sainz.

Esteban Ocon pflichtet dem Spanier bei. "Ein Punkt für die schnellste Runde wäre sehr belohnend. Das würde ich bevorzugen. Wir Fahrer geben uns viel Mühe dafür."