Jeden Freitag gibt es für jeden Formel-1-Fahrer mindestens einen Pflichttermin abseits der Strecke - das Fahrerbriefing. Bei diesem Treffen zusammen mit FIA-Offiziellen und Teammanagern wird Allfälliges besprochen, von Streckenänderungen bis Strafen aus den Vorwochen. Die Teilnahme ist verpflichtend - und genau das sorgte für Williams am Freitag beim USA-GP für Ärger.
Wie an einem Sprint-Wochenende üblich gibt es per Reglement drei Meetings mit der FIA: Eines nur für die Teammanager vor dem ersten Training. Dann eines für Teammanager und Fahrer zwischen Training und Sprint-Qualifying. Und theoretisch ist noch ein drittes für alle am Abend angesetzt. Sofern die FIA keine Streichung kommuniziert, müssen alle dran teilnehmen.
Um es einfacher zu machen, werden die Meetings als Online-Calls abgehalten. Als der zweite Freitags-Call begann, fehlten aber zwei Fahrer - Alex Albon und Franco Colapinto. Die Abwesenheit rief eine Ermittlung der Stewards auf den Plan.
Williams scheitert in Austin an der Meeting-Technik
Was war schiefgegangen? Tatsächlich hatten Albon und Colapinto sich nicht einloggen können - sämtliche Versuche wurden von der Software verhindert. Nur einer der beiden schaffte es noch mit Verspätung, sich per Handy einzuwählen. Williams legte den Stewards Ausdrucke von den Fehlermeldungen vor, um zu belegen, dass man alles Mögliche unternommen hatte.
So blieb die Episode für Albon und Colapinto ohne große Folgen. Die Stewards verpflichteten sie lediglich dazu, sich am Freitagabend noch einmal separat mit FIA-Rennleiter Niels Wittich zusammenzusetzen, um etwaige wichtige Infos aus dem Fahrer-Briefing nachträglich noch zu erhalten. Strafen gibt es keine.



diese Formel 1 Nachricht