Formel 1

Belgien GP: Wer holt die Pole?

McLaren und Renault bestätigten im Training ihre Favoritenrolle. Doch können B·A·R, Toyota oder gar Ferrari den Großen im Qualifying in die Suppe spucken?
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Das Wetter ist in den belgischen Ardennen nie wirklich vorhersehbar. Entsprechend schwierig ist es auch eine Vorhersage für das anstehende Qualifying zu treffen. Momentan sieht es jedoch nach einem Qualifikationstraining unter trockenen Bedingungen aus. Welchem Fahrer dies die besten Chancen auf den Startplatz an der Sonne (?) bietet, untersuchen wir in unserer frisch polierten Redaktions-Kristallkugel.

Kimi Räikkönen Zwei Bestzeiten in den feuchten Trainings 1 und 3 sowie eine insgesamt gewohnt starke Vorstellung machen den WM-Zweiten auch an diesem Wochenende zum Favoriten auf die Pole Position. Insbesondere die Erinnerungen an die Super-Qualifying-Runde von Monza, als der Finne mit schwerem Auto seinen Teamkollegen sowie die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden fuhr, untermauern diese These. Das besondere Clou: Bislang musste an Räikkönens Auto noch kein Motor gewechselt werden, weshalb er eine mögliche Pole sogar beim Start für sich ausnutzen dürfte!

Juan Pablo Montoya Der Kolumbianer war an diesem Wochenende immer nah an seinem Teampartner dran und dürfte durch seinen Sieg in Italien motiviert sein weitere Erfolgserlebnisse wie eine Pole oder einen weiteren GP-Erfolg einfahren zu können. Der Name Montoya sollte also auf jeden Fall auf dem Zettel mit den Pole-Anwärtern stehen.

Fernando Alonso Nachdem Renault an den letzten Rennwochenenden meistens einen gewissen Respektsabstand zu den McLaren wahrte, sind die Franzosen in Spa - zumindest im Trockenen - wieder nah dran. Im letzten Freien Training stand Alonso sogar vor seinem Titelrivalen auf Rang 1. Entsprechend sind seine Pole-Chancen hier größer als zuletzt in der Türkei oder Italien. Es steht uns also ein packendes Duell der beiden Titelkontrahenten ins Haus. Fernandos Teamkollege Giancarlo Fisichella wird seine gute Form hingegen nicht in eine gute Startposition umsetzen können: Nach seinem Motorwechsel verliert er morgen 10 Startpositionen.

Jarno Trulli Der Super-Qualifyer aus Pescara muss in der Qualifikation immer beachtet werden. Besonders wenn er sich am Morgen zwischen die vier Top-Piloten schieben konnte. In Monza bewies Jarno zudem, dass eine gute Startplatzierung eines Toyota nicht unbedingt immer mit einem leichten Auto verknüpft sein muss. Eine Startposition in den ersten zwei Reihen ist für ihn nicht auszuschließen. Und wer weiß? Vielleicht kann er ja sogar seine Vorjahres-Pole wiederholen? Damals regnete es allerdings in Strömen...

Jenson Button Die Formkurve von British American Racing verläuft in den letzten Wochen extrem Achterbahn-artig. Auf gute Trainings- oder Qualifying-Ergebnisse folgten enttäuschende Rennplatzierungen und umgekehrt. Im Abschlusstraining am Samstagmorgen wusste Jenson Button nun wieder zu überzeugen. Ob das aber im Qualifying für eine Top-Position ausreichen wird, bleibt abzuwarten. Für eine Startposition in den ersten drei Reihen ist der Brite aber allemal gut.

Michael Schumacher Ferrari, Bridgestone und Michael Schumacher werden derweil wieder Regentänze aufführen - allerdings nicht so intensiv wie gestern. Denn der italienisch-japanischen Seilschaft würde eine 'normal' bewässerte Strecke schon ausreichen, um zu überprüfen, ob die Bridgestone-Regenreifen immer noch das Maß der F1-Dinge sind. Im Trockenen werden die Gegner von Michael Schumacher aber viel mehr B·A·R und Toyota als Renault und McLaren heißen.


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