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Formel-1-Zeugnis: Alexander Albons Saison-Fazit 2019

Alexander Albon bestritt 2019 seine Debüt-Saison. Obwohl die Situation für ihn aus verschiedenen Gründen nicht einfach war, zeigte er gute Leistungen.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2019 ist vorbei. Es war ein Jahr voller Highlights, spannender Kämpfe und prickelnder Teamduelle. Zum Jahresabschluss nimmt Motorsport-Magazin.com alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Red-Bull-Pilot Alexander Albons.

Steckbrief Alexander Albon

Karriere 2019
GP-Starts 21 21
Siege 0 0
Bestes Rennergebnis 4 4
Podien 0 0
Ø Rennplatzierung 8,61 8,61
Ausfälle 1 1
Schnellste Runden 0 0
Poles 0 0
Bestes Quali-Ergebnis 5 5
Ø Position im Qualifiyng 10,72 10,72
Punkte 92 92

Die Qualifying-Performance 2019: Um Albons Leistung zu bewerten, muss man die Saison zweiteilen: In die Zeit bis zur Sommerpause bei Toro Rosso und die Zeit danach bei Red Bull. Bei Toro Rosso war er im direkten Duell ebenbürtig mit seinem Teamkollegen Daniil Kvyat. Es stand sechs zu sechs.

Nach seiner Beförderung zu Red Bull konnte Albon allerdings nicht mehr mit seinem Teamkollegen mithalten. Nur in einem von neun Qualifyings schlug er Max Verstappen. An dessen Leistungen sollte der Thailänder allerdings nicht gemessen werden. Mit sieben Q3-Ergebnissen in neun Rennen ist Albons Bilanz zufriedenstellend.

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Die Renn-Performance 2019: In seinen Rennen für Red Bull hat Albon 76 Punkte geholt. Beim Brasilien GP hätte er sogar fast den Sprung auf das Podest geschafft. Allerdings wurde er auf Platz zwei liegend von Lewis Hamilton umgedreht. Was die Anzahl der WM-Punkte angeht, schnitt Albon in seiner Red-Bull-Zeit besser ab als sein Vorgänger Pierre Gasly. Dabei bestritt der Franzose mehr Rennen für das Team.

Bei Red Bull erwies sich Albon als konstanter Pilot. Er fuhr mit Ausnahme des Rennens in Sao Paulo in allen Grand Prix unter die besten Sechs. Eine starke Leistung zeigte er auch in Russland. Nachdem mehrere Motorkomponenten an seinem Fahrzeug gewechselt worden waren, startete er als Letzter aus der Boxengasse und kämpfte sich auf den fünften Platz nach vorne.

Das sagt Alexander Albon selbst: "Es ist schön, den Winter mit dem Wissen zu verbringen, wo ich im nächsten Jahr fahren werde. Dadurch kann ich mich auf meinen Job konzentrieren. Ich habe die Zusammenarbeit mit dem Team genossen und kann 2020 kaum erwarten."

Fazit: Albon kam in diesem Jahr kurzfristig zu seinem Formel-1-Engagement. Dieses war mit einem Teamwechsel verbunden, was die Aufgabe für einen Rookie nicht einfacher macht. Nach einer regulären Vorbereitung wird er sich im kommenden Jahr beweisen müssen.

Bewertung im Motorsport-Magazin.com-Fahrerranking

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