Formel 1

Rennleitung spricht ungerechtfertigte Strafe aus - Überholkönig Verstappen wird zurückgepfiffen

Max Verstappen sorgte einmal mehr für die aufregendsten Szenen in einem langweiligen Rennen. Doch die Stewards spielten nicht mit.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Knapp daneben ist auch vorbei. Die Toro-Rosso-Piloten Max Verstappen und Carlos Sainz jr. verpassten beim Saisonfinale der Formel-1-Saison 2015 beide die Punkteränge und konnten ihrem Rennstall damit auch nicht mehr zum erhofften Sprung auf Rang sechs in der Konstrukteurs-WM verhelfen. Sainz jr. beendete das Rennen als Elfter, Verstappen kam zwar als Zwölfter ins Ziel, wurde durch eine Zeitstrafe noch auf Rang 16 zurückgestuft.

Besonders Verstappen sorgte wieder für den ein oder anderen Aufreger im Rennen. Der holländische Youngster kämpfte verbissen darum, es in die Punkteregion zu schaffen. Dabei leistete sich Verstappen einen heftigen Verbremser am Ende der langen Geraden, der dazu führte, dass die Strategie über den Haufen geworfen werden musste. Verstappen handelte sich enorme Bremsplatten ein und musste daher zum Stopp anrücken. "Das war heute nicht mein Tag", meinte Verstappen. "Die Pace war gut, vor allem am Anfang. Schade, dass ich mir die Reifen kaputtgebremst habe und so einen Extra-Stopp einlegen musste."

Der Toro-Rosso-Pilot gab danach alles, um doch noch in den Punkten zu landen. "Aber ich wusste, dass es danach schwer werden würde. Wenigstens konnte ich noch ein paar Überholmanöver genießen!", freut sich Verstappen. Eines davon, nämlich das gegen Jenson Button nach einem herzerfrischendem Zweikampf, war, zumindest nach Ansicht der Stewards, über dem Limit. Die Folge: Verstappen kassierte eine 5-Sekunden-Zeitstrafe.

Zwei Strafen für Verstappen, Sainz verpasst Punkte knapp

Wenige Runden vor Schluss geriet Verstappen noch einmal in den Fokus. Diesmal als Straßensperre für Lewis Hamilton, der verzweifelt Nico Rosberg jagte. Verstappen wurden blaue Flaggen gezeigt, die er jedoch zunächst ignorierte. Nach dem Rennen wurde der Holländer daher noch mit einer Durchfahrtsstrafe, umgewandelt in eine 20-Sekunden-Zeitstrafe, bedacht. Somit sprang am Ende statt dem zwölften nur der 16. Platz heraus.

Carlos Sainz jr. fehlten nach einem unauffälligen Rennen nur 1,2 Sekunden auf den letzten Punkteplatz. "Ich bin erfreut, denn wir haben alle Probleme, die wir am Freitag hatten, lösen können, und uns ist ein sehr gutes Rennen mit Platz elf gelungen", freute sich der Spanier dennoch. "Das war heute das Maximum denke ich. Es zeigt, dass wir dort landen können, wenn alles problemlos läuft", bewertet Sainz jr. das Rennen optimistisch.


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