Neues von der Haas-Fahrersuche. Gegenüber Autosport grenzte Gene Haas nun erstmals zumindest ein Cockpit rapide ein. Er hoffe, in den nächsten paar Wochen etwas sagen zu können, aber er stellt bereits klar: "Einer der Fahrer ist Reserve-Fahrer bei Ferrari und wir suchen weiterhin nach einem erfahrenen Formel-1-Fahrer, keine Rookies."

Auch wenn Haas keine Namen nennt, sind damit einige Dinge bereits klar. Zum einen wird im ersten Cockpit auf jeden Fall entweder Esteban Gutierrez oder Jean-Eric Vergne auftauchen, die von Anfang an im engeren Kreis waren. Zumindest einer der beiden erhält nun auch offiziell die Chance. Aufgrund der engen technischen Zusammenarbeit zwischen Haas und Ferrari galt dieser Umstand bereits lange als sicher.

2014 kämpften sie noch auf der Strecke, nun um das Cockpit bei Haas: Jean-Eric Vergne und Esteban Gutierrez -
2014 kämpften sie noch auf der Strecke, nun um das Cockpit bei Haas: Jean-Eric Vergne und Esteban Gutierrez -Foto: Sutton

Von seinem Traum eines Haas-Cockpits verabschieden muss sich wohl nun endgültig Alexander Rossi. Der US-Amerikaner, aktuell Zweitplatzierter der GP2, wäre - lässt man ein paar Freitagseinsätze außen vor - einer der Rookies, die Haas kategorisch ausschließt.

Teamchef Günther Steiner erklärt, dass die Erfahrung ein wichtiges Gut für das Team sei. "Wir wollen, dass beide bereits ein Formel-1-Auto gefahren sind", so Steiner, der aber präzisiert, dass es vonnöten sei, ein bisschen mehr geleistet zu haben, als ein paar Runden gedreht zu haben. "Wir wollen jemanden, der richtige Erfahrung hat, ein paar Jahre schon gefahren ist", ergänzt er.

Neben Vergne und Gutierrez sollen sich unter anderen auch noch Romain Grosjean und Kevin Magnussen auf der Liste befinden, kein Kandidat mehr ist logischerweise Nico Hülkenberg nach seiner Vertragsverlängerung bei Force India.

Fahrersuche ein Lernprozess

Da das Team im kommenden Jahr neu in die Formel 1 kommt, war und ist auch der Prozess der Fahrersuche völliges Neuland für die Akteure. Dazu gehörten auch Absagen von Fahrern, denen man Angebote unterbreitet hatte. "Es ist ein Prozess", so Haas. "Es geht darum, zurück und auch wieder vorwärts zu gehen und mit den Fahrern zu tanzen, um herauszufinden, wer zu uns passt", erklärte Haas bildlich. "Wir haben einem Fahrer ein Angebot gemacht, es wurde abgelehnt. Es ist ein Lernprozess", führte er aus.