Formel 1

1. Freies Training: Schongang in Malaysia

Nach einer vom Motorenschonen geprägten 1. freien Trainingssession in Malaysia belegen drei Freitagstestpiloten die ersten drei Ränge.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Nach dem teilweise verrückten Auftaktwochenende in Melbourne erwartet die Formel 1 Welt beim zweiten Rennen in Malaysia ein erstes echtes Bild vom neuen Kräfteverhältnis in der Königsklasse. Einen ersten Schritt in diese Richtung stellte das erste freie Training am heutigen Morgen dar.

Das Wetter. Entscheidend hierfür ist natürlich das Wetter, welches zumindest heute noch keine der gefürchteten Schauer zu bieten hatte und somit keinen Einfluss auf die Platzierungen nahm.

Der Rundengeiz. Mehr Einfluss übte unterdessen der 'beliebte' Rundengeiz aus, welcher beim zweiten Rennwochenende des Jahres mit den gleichen Motoren natürlich noch einmal verstärkt auftrat. Demzufolge gab es die erste Rundenzeit des Jahres auf dem Sepang International Circuit wie üblich erst nach zehn 'Fahrminuten' zu sehen. Bezeichnenderweise war es Toyota-Tester Ricardo Zonta, der bekanntlich nicht den Motoren- und Reifenreglementierungen unterliegt. Erst nach zehn weiteren Minuten erzielte mit McLaren-Testfahrer Pedro da la Rosa ein weiterer Pilot eine Rundenzeit.

Die Zwischenfälle. Mangels Fahraction auf der breiten Rennstrecke von Sepang hielten sich auch die Zwischenfälle der ersten Session arg in Grenzen. Die einzigen erwähnenswerten Szenen erlebte Takuma Sato mit einem Dreher in der Schlussphase sowie der Inder Narain Karthikeyan, der bei seinem Beinahe-Heim-GP acht Minuten vor Sessionende im Kies stecken blieb, sich aber von den Streckenposten wieder auf die Strecke zurückschieben ließ.

Die Motoren. Der Grund für die leere Strecke war auch in Malaysia die neue Zwei-Wochenend-Motoren-Regel, welche die Teams zum Motorenschonen zwingt. Zumindest in der ersten Session war dies von 'Erfolg' gekrönt: Keines der V10-Aggregate löste sich bei seinem zweiten ersten freien Training in Rauch auf.

Die Platzierungen. Hinter dem Freitagstestertrio Zonta-de la Rosa-Liuzzi reiht sich Michael Schumacher in seinem F2004 M auf dem vierten Platz ein. Der zweitbeste Stammpilot wurde dahinter Jenson Button auf Platz fünf, vor Nick Heidfeld und dem McLaren-Duo Räikkönen und Montoya.Die Top10 komplettieren Felipe Massa, dessen Teamkollege Jacques Villeneuve Rang 16 belegte, und Mark Webber.

Die Analyse. Weder das Wetter noch unvorhergesehene Zwischenfälle sorgten heute für eine Verzerrung des Kräfteverhältnisses. Dennoch stellt sich das Bild nach dem ersten Training in Sepang unverändert und vor allem äußerst unbekannt dar: Hinter den mit anderen Programmen, Reifen, Spritmengen und höher drehenden Motoren ausgestatteten Freitagstestern steht noch immer nicht fest, wer wie stark ist. Vielleicht kann das zweite freie Training mehr Aufschluss bieten...


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