Formel 1

Der Name verpflichtet - Portrait: Maurizio Arrivabene

Teamchef bei Ferrari zu sein, ist keine leichte Aufgabe - zumal bei der aktuellen Krise. Marketing-Profi Maurizio Arrivabene stellt sich der Herausforderung.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Maurizio Arrivabene dürfte den Wenigsten im Paddock ein Begriff sein. Der Italiener ist allerdings bereits seit einigen Jahren in der Königsklasse involviert, wenn auch eher hinter den Kulissen. 17 Jahre lang war er für Ferrari-Sponsor Philip Morris tätig und hat daher eine enge Verbindung zu dem Rennstall. Seit 2010 vertritt er die Sponsoren der Formel 1 in der F1 Commission. Nun ist er der neue Teamchef der Scuderia und verantwortet damit die Rehabilitation des angeschlagenen Traditionsrennstalls.

Nachdem er ein technisches Abitur erlangt hatte, studierte Arrivabene zunächst Architektur in Venedig, schloss sein Studium jedoch nicht ab. In der Folge arbeitete der heute 57-Jährige im In- wie im Ausland im Marketing, ehe er 1997 bei Philip Morris anheuerte - dem Tabak-Konzern, zu dessen Marken unter anderem Marlboro gehört.

Arrivabene hatte bei Philip Morris diverse Positionen inne, ehe er schließlich 2007 zum Vizepräsidenten von Marlboro Global Communication & Promotions for Philip Morris International berufen wurde. Seit 2011 ist er außerdem Vizepräsident für Consumer Channel Strategy und Event Marketing. Über sein Engagement bei Philip Morris hinaus ist der Mann aus Brescia seit 2012 ein beratendes Mitglied des Aufsichtsrates des Fußballvereins Juventus FC.

Der Name Arrivabene bedeutet im Italienischen so viel wie: Er kommt gut an. Nun muss der neue Teamchef seinem Namen gerecht werden.


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